Geschwindigkeitskontrollen in Vorder- und Südpfalz

Kontrollwoche Speed startet in Pfalz: Polizei will Raser stoppen

Diese Woche müssen Autofahrer in Rheinland-Pfalz mit mehr Geschwindigkeitskontrollen rechnen. In der Vorder- und Südpfalz beispielsweise sind neben Blitzern auch Beamte des Polizeipräsidiums Rheinpfalz im Einsatz, um zu schnelle Autofahrer zu stoppen.

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Von Autor/in Florian Busch

Solche Kontrollstellen sind nach Angaben des Polizeipräsidiums zweiteilig aufgebaut: Mit einer Laserpistole wird von vorne postierten Polizisten die erhöhte Geschwindigkeit festgestellt. Fahren die Autofahrer daran vorbei, wird die Info an etwas weiter hinten wartende Beamte weitergegeben. Die halten die Raser dann an und stellen sie direkt zur Rede.

Das habe gegenüber einem "normalen" Blitzer "natürlich immer nochmal eine andere Wirkung", meint Thorsten Mischler vom Polizeipräsidium Rheinpfalz.

Diese sogenannten Anhalteposten können aber nicht überall aufgebaut werden. Gerade dort, wo insgesamt schneller gefahren wird, wäre es zu gefährlich, einzelne Autofahrer anzuhalten. Deshalb sind solche Kontrollen eher in 30er-, 50er- oder 70er-Zonen zu finden, während beispielsweise Autobahnen oder Schnellstraßen nicht dafür geeignet sind.

Zu hohe Geschwindigkeit Hauptursache für Unfälle

Neben dem Präsidium Rheinpfalz haben auch die Präsidien in Trier und in Koblenz ihre Teilnahme an der Aktionswoche bestätigt. Ausgeschlossen ist aber nicht, dass auch andere teilnehmen. Bei vergangenen Aktionen hatten sich meist alle Polizeipräsidien beteiligt. 

Schon im April hatte es eine "Kontrollwoche Speed" gegeben. Damals wurden 325.000 Fahrzeuge überprüft - 8.000 waren zu schnell unterwegs gewesen.

Durch die fest postierten Beamten wird laut Polizei auch deutlich mehr Personal für die Geschwindigkeitsüberprüfung gebraucht als üblich. Trotzdem ist es ein Anliegen, regelmäßig auf das Thema aufmerksam zu machen. Laut der Unfallstatistik für Rheinland-Pfalz gab es 2024 über 2.600 Unfälle, bei denen Menschen wegen zu hoher Geschwindigkeit verletzt wurden. Es ist damit eine Hauptursache für Unfälle im Straßenverkehr. "Wir wollen das Thema ins öffentliche Bewusstsein rücken, angemessen zu fahren", so Thorsten Mischler.

Teil eines europaweiten Netzwerks

Die "Kontrollwoche Speed" ist Teil einer europaweiten Kampagne des Netzwerks ROADPOL. Dabei handelt es sich um eine Nicht-Regierungsorganisation, die aus einem Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union entstanden ist. Das Hauptziel ist, die Zahl von Unfalltoten und Schwerverletzten auf den Straßen zu reduzieren. Neben dem Schwerpunkt auf Geschwindigkeit gibt es regelmäßig weitere Kontrollwochen. Dort stehen beispielsweise der Sicherheitsgurt, Lkw und Busse oder das Thema Alkohol und Drogen im Fokus.

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