Das größte Wohnungsbauprojekt in Frankenthal auf dem ehemaligen Gelände der Firma für Scout-Schulranzen "Sternjakob" kann nach Angaben der Stadt bald beginnen. Der Bebauungsplan für das Areal befindet sich in der Endphase und wird voraussichtlich Ende März beschlossen. Nach Angaben der Stadt haben Stadtverwaltung, Investoren und Planer alle offenen Fragen geklärt und einen Zeitplan entwickelt.
Der Stadtrat hat in seiner vergangenen Sitzung die Entwürfe der Bebauungspläne beschlossen. Diese sollen bis zum 10. März 2025 öffentlich ausgelegt werden, sowohl online als auch im Foyer des JM-Centers, einer Außenstelle der Frankenthaler Stadtverwaltung. Ende März könnten dann die Bagger rollen.
Ein wichtiger Fortschritt ist nach Angaben von Oberbürgermeister Nicolas Meyer (FWG), dass es jetzt einen einzigen Eigentümer gibt, die DBA Deutsche Bauwert AG aus Baden-Baden. Sie hat das Projekt übernommen. Zudem wurde das städtebauliche Konzept angepasst. So wird nun auch im Bereich B Geschosswohnungsbau statt Reihen- und Doppelhäuser geplant. Dadurch steigt die Anzahl der geplanten Wohneinheiten von 287 auf 346 - alle als freifinanzierter Wohnraum.
Frankenthal hat Sozialbauquote ausgesetzt
Was aber möglicherweise auch die Realisierung ermöglicht: Die Stadt Frankenthal hatte im Dezember eine Sozialbauquote ausgesetzt. Diese schrieb Investoren vor, wie viel Prozent der Wohnungen in Bauprojekten Sozialbauwohnungen sein mussten. An dieser Entscheidung des Stadtrats hatte es Kritik gegeben.
Für zwei Jahre Frankenthal: Darum setzt die Stadt die Quote für Sozialwohnungen aus
Der Stadtrat in Frankenthal hat entschieden: Zwei Jahre lang wird die Quote für Sozialwohnungen bei größeren Bauprojekten ausgesetzt. Wir sagen Ihnen, warum.
Das Bauprojekt umfasst mehr als 500 neue Wohneinheiten, zusammen mit dem ebenfalls geplanten Gelände im Süden Frankenthals, dort wo früher der Real-Markt stand. Baurecht soll voraussichtlich bis Ende des ersten Quartals 2025 erteilt werden. Oberbürgermeister Meyer bezeichnet das Projekt als wichtigen Schritt.
Weitere Wohnprojekte würden vorangetrieben, so zum Beispiel eins entlang der Lambsheimer Straße mit rund 140 Wohneinheiten.