Vier Kommunen arbeiten zusammen

Vorderpfalz: Gemeinsam Zufahrtssperren für Stadtfeste kaufen

Interessante Kooperation in der Vorderpfalz: Vier Kommunen kaufen gemeinsam Zufahrtssperren für Stadtfeste. Neustadt, Deidesheim, Haßloch und Frankenthal sparen dadurch viel Geld.

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Nach Terrorattacken auf Stadtfeste und Weihnachtsmärkte werden aufwendige Schutzsysteme für die Sicherheit der Besucher benötigt. Neustadt, Deidesheim, Haßloch und Frankenthal wollen jetzt gemeinsam Sperranlagen kaufen. Sie sparen durch diese Zusammenarbeit viel Geld.

Innenministerium zahlt satten Zuschuss

Das rheinland-pfälzische Innenministerium findet die Kooperation gut. Es gibt deshalb 370.000 Euro Zuschuss. Da die 58 Sperrelemente insgesamt 450.000 Euro kosten, müssen Neustadt, Deidesheim, Haßloch und Frankenthal jeweils nur noch 20.000 Euro zahlen. Gelagert werden die Sperren in Neustadt.

An 28 Stellen in der Neustadter Innenstadt stehen LKW-Sperren, um die Besucher des Rheinland-Pfalz-Tages zu schützen. Diese sogenannten "Truckstopps" hat die Stadt Mainz ausgeliehen.
Beim Rheinland-Pfalz-Tag in Neustadt waren 28 LKW-Sperren aufgebaut. Diese war von der Stadt Mainz ausgeliehen worden. Martin Gärtner

Und wenn alle Städte gleichzeitig feiern?

Was aber passiert, wenn die vier Kommunen gleichzeitig Veranstaltungen haben, zum Beispiel Weihnachtsmärkte? Dann müssen die Sperren gerecht verteilt werden. Jeder Kommune stehen rechnerisch nur 14 Elemente zur Verfügung.

Die Stadt Frankenthal kauft für diesen Fall eigene Sperren, die einen etwas niedrigeren Schutzstandard haben und deshalb billiger sind. Die würden 100.000 Euro kosten, schreibt Oberbürgermeister Nicolas Mayer (FWG) in einer Vorlage für den Stadtrat. Sie sollen an unproblematischen Zufahrten montiert werden, also in Nebenstraßen.

Frankenthal: Kaufen ist viel günstiger als mieten

Insgesamt hätte Frankenthal Kosten von insgesamt 120.000 Euro, nämlich 20.000 Euro für die 58 gemeinsamen Elemente mit Neustadt, Deidesheim und Haßloch und 100.000 Euro für das eigene Schutzsystem.

Diese Kosten haben sich binnen zwei Jahren amortisiert, sagt Oberbürgermeister Meyer. Denn bisher muss Frankenthal Sperrelemente und Poller mieten. Das kostet allein für das Strohhutfest jährlich 60.000 Euro.

Rheinland-Pfalz-Tag als gelungenes Beispiel

Die Idee für die Schutzelemente-Kooperation hatte die Landesregierung. Beim Rheinland-Pfalz-Tag im Mai in Neustadt waren LKW-Sperren aufgebaut, die aus dem ganzen Bundesland ausgeliehen worden waren, unter anderem aus Ludwigshafen und Mainz.

Christoph Häusl aus der Staatskanzlei war für das Sicherheitskonzept auf dem Rheinland-Pfalz-Tag in Neustadt verantwortlich. Diesen Absperrpoller hatte er von der Stadt Ludwigshafen ausgeliehen.
Christoph Häusl aus der Staatskanzlei war für das Sicherheitskonzept auf dem Rheinland-Pfalz-Tag in Neustadt verantwortlich. Diesen Absperrpoller hatte er von der Stadt Ludwigshafen ausgeliehen. Martin Gärtner

Auch in der Südpfalz soll kooperiert werden

Auch in der Südpfalz denken Kommunen über eine Kooperation nach. Die Stadt Landau hat im Sommer Fahrzeugsperren in der Innenstadt installiert für über 500.000 Euro. Damals sagte Bürgermeister Lukas Hartmann (Grüne), dass Ordnungsämter mehrerer Städte und Gemeinden bereits über eine Kooperation sprechen.

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Mit einem aufwendigen Sicherheitskonzept schützt das Land die Besucher beim Rheinland-Pfalz-Tag in Neustadt an der Weinstraße. Bis Sonntagabend werden insgesamt 225.000 Gäste erwartet.

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Die Diskussion um mehr Sicherheit in der Trierer Innenstadt geht weiter. Die Politik ist sich uneinig, nachdem ein Auto viel zu schnell durch die Innenstadt gefahren ist.

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