Bundesweit sind Ermittler gegen mutmaßliche Rechtsextremisten vorgegangen. Sie sollen den Gruppen "Jung & stark" und "Deutsche Jugend voran" angehören, die als gewaltbereit gelten. Die Federführung lag bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Gegen 36 Beschuldigte werde demnach ermittelt. SWR-Terrorismusexperte Holger Schmidt: "Das sind Gruppen, die sich im vergangenen Jahr über die Sozialen Medien gebildet haben und die sehr dafür trommeln, dass sich junge Menschen ihnen anschließen." Ihr Weltbild gilt als ausländer- und queer-feindlich. "Schon die Namensgebung steht für etwas, das man als rechtsextremistische Aufbruchbewegung bezeichnen kann." Besonders erschreckend sei, dass die Gruppen gezielt junge Menschen ansprächen. "Die Beschuldigten fallen zu einem großen Teil unter das Jugendstrafrecht, manche von ihnen sind kaum strafmündig." Ob es ein Trend sei, dass rechtsextreme Gruppen gezielt Minderjährige rekrutieren, wollte SWR Aktuell-Moderatorin Vanja Weingart von Holger Schmidt wissen.