Eine riesige Katze krallt sich an dem Dach eines schwarzen Sprinters fest. Auf der Seite des Fahrzeugs sind Fotos von Straßenkatzen und Kitten zu sehen. Denn die leben oft krank, verletzt und hungrig, so der Landesverband Rheinland-Pfalz des Deutschen Tierschutzbundes.
Cat-Mobil soll Katzenschutz sichtbar machen
Das Cat-Mobil ist Teil der Katzenschutz-Kampagne "Jedes Katzenleben zählt“. Damit will der Landesverband Rheinland-Pfalz des Deutschen Tierschutzbundes das Leid von Straßenkatzen sichtbarer machen.
Laut der Landesvorsitzenden Anna-Lena Busch sei den meisten Menschen das Thema nicht bewusst. "Es gibt den Irrglauben, dass es gar keine freilaufenden Katzen mehr gibt. Straßenkatzen sind menschenscheu und leben im Verborgenen", so Busch.
Landesverband fordert Kastrationspflicht für Katzen
Neben dem Cat-Mobil soll ein Info-Stand über den Katzenschutz informieren. Im Fokus steht die Forderung nach einer landesweiten Katzenschutzverordnung. In der soll auch eine Kastrationspflicht festgehalten werden. Bisher liegt die Entscheidung über eine solche Pflicht bei den Kommunen.
Mit dem Thema Kastration beschäftigt sich der Landesverband schon seit 2006. Damals hat der Verband die sogenannten "Kastrations-Wochen" ins Leben gerufen. In dieser Zeit können Katzenbesitzerinnen und -besitzer ihre Tiere kostengünstig kastrieren lassen.
In Rheinland-Pfalz geht die Reise des Cat-Mobils in Mainz erstmal zu Ende. Diese Woche war es schon in Koblenz und Kaiserslautern, aber auch in Worms und Bad Kreuznach unterwegs. Laut Busch könnte das Mobil zukünftig auch in anderen Bundesländern zum Einsatz kommen.