Vor etwa einer Woche hatten sich besorgte Eltern der Kita "Am Finther Wald" an den SWR gewandt. Nach ihren Angaben wurde Anfang des Jahres eine Verunreinigung auf dem Außengelände der Kita festgestellt. Deswegen wurde der Bereich erst einmal gesperrt.
Jetzt hat die Stadt Mainz mitgeteilt, dass die Analyse der Bodenproben ergeben habe, dass sich die gesundheitsschädlichen Industriechemikalien auf einen kleinen Teil des Areals beziehen. Dieser Bereich bleibe auch weiter gesperrt.
Kita-Außengelände kann wieder genutzt werden
Der größte Teil der Außenfläche ist laut Stadt nicht verseucht. Auf diesem Gelände könnten die Kinder ab sofort wieder spielen. Die Fläche sei groß genug für alle. Außerdem könnten die Kinder der Kita auf dem Layenhof bis auf Weiteres auch den angrenzenden öffentlichen Spielplatz nutzen.
Kita am Layenhof liegt auf früherem Flugplatz-Gelände
Die Bodenbelastung mit Chemikalien auf dem Kita-Gelände in Mainz-Finthen war im Rahmen einer Untersuchung der Struktur- und Genehmigungsbehörde (SGD Süd) entdeckt worden. Dabei wurden an verschiedenen Stellen des Areals kleine Mengen Erde, Gestein oder Sand entnommen und untersucht.
Das Gelände war früher ein Flugplatz der US Army. Er wurde 1992 geräumt und an Deutschland zurückgegeben. Heute gehört das Gelände den beiden Städten Mainz und Ingelheim.
Stadt Mainz: Bodenproben waren unvollständig
Bereits im März waren Bodenproben auf dem Außengelände der Kita entnommen worden. Die Ergebnisse seien jedoch unvollständig gewesen, hieß es von Seiten der Stadt. Deswegen mussten erneut Bodenproben genommen werden. Bis zum Ergebnis der Analyse hatte die Stadt das komplette Außengelände vorsorglich gesperrt.
Für die Eltern waren die vergangenen Monate sehr belastend. Neben der möglichen Gesundheitsgefahr für ihre Kinder durch die Chemikalien belastete die Eltern, dass ihre Kinder kaum noch Gelegenheit hatten, draußen zu spielen.
Die Leidtragenden dieser Situation sind vor allem die Kinder, die seit Monaten ohne angemessenen Außenbereich betreut werden.
Kita-Eltern werden informiert
Wie es mit dem gesperrten Außenbereich und der Kita weitergeht, darüber wollen Stadt, Gesundheitsamt und Genehmigungsbehörde die Eltern am 8. Juni informieren. Die Verwaltung will transparent über alle Schritte informieren.