Barth und Wolf hatten in den letzten Tagen vor der Wahl nochmal kräftig die Werbetrommel gerührt und vor allem mit Haustürwahlkampf für Wählerstimmen geworben.
Stichwahl mit CDU- und SPD-Kandidaten war am wahrscheinlichsten
Beide Kandidaten hatten bereits im Vorfeld vermutet, dass es auf eine Stichwahl zwischen ihnen hinauslaufen würde. Steffen Wolf (SPD) kennt sich als erster Beigeordneter des Landkreises Mainz-Bingen sehr gut in der Verwaltung aus, ist gut vernetzt und hat als Stellvertreter von Landrätin Dorothea Schäfer (CDU) häufig Termine für sie wahrgenommen.
Thomas Barth (CDU) hat als Ortsbürgermeister von Stadecken-Elsheim ebenfalls Verwaltungserfahrung, er sitzt für seine Partei seit zehn Jahren im Kreistag und als Landtagsabgeordneter der CDU für den Wahlkreis Ingelheim ist er ebenfalls gut vernetzt.
Übrige Kandidatin und Kandidaten schaffen keine Überraschung
Am ehesten wurde der Kandidatin der Grünen, Andrea Müller-Bohn, zumindest eine Außenseiter-Chance eingeräumt. Als Fraktionsvorsitzende ihrer Partei ist sie im Kreis Mainz-Bingen keine Unbekannte, letztlich hat es aber doch nicht für eine Überraschung gereicht.
Ebenfalls nicht gereicht hat es für Alexander Jungbluth von der AfD, auch wenn er mit 14,7 Prozent, nach Barth und Wolf, die meisten Stimmen für sich gewinnen konnte. Die Kandidaten Der Linken und von Volt, die schon während des Wahlkampfs unauffällig blieben, konnten sich ebenfalls nicht für die Stichwahl qualifizieren.
Landrätin Dorothea Schäfer geht in den Ruhestand
Nach acht Jahren im Amt geht die noch amtierende Landrätin Dorothea Schäfer Ende September in den Ruhestand. Im Herbst vergangenen Jahres hatte sie bekannt gegeben, nicht noch einmal für den Posten der Landrätin antreten zu wollen.
Wer ihr Nachfolger wird, entscheidet sich aber erst am 16. März. Wegen der Fastnacht und den damit verbundenen freien Tagen in der Kreisverwaltung wurde der Abstand bis zur Stichwahl von zwei auf drei Wochen verlängert. Damit sollten logistische Probleme vermieden werden.