Verbote ignoriert

Krank durch falsches Futter: Tiere im Mainzer Wildpark leiden

Im Tierpark in Mainz-Gonsenheim sind unter anderem Mufflons und Ziegen erkrankt. Schuld sind Besucher, die sich nicht an die Fütterungsregeln halten - trotz vieler Hinweisschilder.

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Von Autor/in Katja Jorwitz, Judith Seitz

Falsches Futter sorgt im Wildpark Gonsenheim in Mainz aktuell für ernsthafte Probleme. Mehrere Tiere, darunter Ziegen, Mufflons und Damwild, sind schwer erkrankt. Besucher hatten ihnen ungeeignetes Futter gegeben.

Karotten, Brot und Gras sind nichts für Wildtiere

Laut der Revierleiterin mögen Karotten oder Brot harmlos wirken. Solches Futter könne aber gefährliche Krankheiten auslösen. Besonders problematisch sei gepflücktes Gras, das oft mit Hundekot verunreinigt sei. Auch giftige Pflanzen wie Efeu seien gefährlich.

Das Gras ist im Umkreis des Wildparks stark von Hundekot und -urin belastet.

Nur Futter aus Automaten im Wildpark erlaubt

Um die Tiere zu schützen, ist nach Angaben des Tierparks ausschließlich das Futter aus den Futterautomaten vor Ort erlaubt. Mit diesem Futter seien die Tiere gut versorgt.

Wenn die Automaten leer sind, hätten die Tiere schon ihre vorgesehene Tagesration bekommen. Besucherinnen und Besucher sollten dann auf keinen Fall sonstige Pflanzen und Lebensmittel füttern.

Damwild im Wildpark Mainz-Gonsenheim guckt interessiert über den Zaun.
Das Damwild im Wildpark Mainz-Gonsenheim soll nur mit Futter aus den Automaten gefüttert werden.

Obst und Gemüse für Tiere kann gespendet werden

Wer den Tieren im Wildpark Gonsenheim etwas Gutes tun will, kann frisches Obst und Gemüse vor Ort abgeben. Es wird dann an die Tiere verfüttert.

Brot wird aber nicht mehr angenommen, weil es im Wildpark keine Wildschweine mehr gibt. Und allen anderen Tieren schade die Fütterung von Brot und sonstigen Backwaren.

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Katja Jorwitz
SWR4 Moderatorin Katja Jorwitz
Judith Seitz
SWR-Reporterin Judith Seitz

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