"Ich bin de Schambes un' ich komm hier aus Meenz"! Mit diesem Satz beginnt der junge Fastnachter seinen Vortrag. Richtig heißt der 13-Jährige Jean Baptiste Jouaux.
Ein Junge wird zum "De Schambes"
Da die Mainzer schon zu französischen Besatzungszeiten Probleme bei der Aussprache dieses Vornamens hatten, wurde daraus in Mainz kurzerhand "De Schambes". Und unter diesem Namen tritt Jean jetzt auf.
Jean stammt aus einer Meenzer Fastnachtsfamilie
Seit zwei Jahren ist der 13-Jährige in der Fastnacht aktiv. Und das kommt nicht von ungefähr. Mama Yvonne, Papa Peter und auch Bruder Thibaut sind ebenfalls närrisch unterwegs. Alle sind beim Mainzer Narren-Club. Die Eltern sitzen im Komitee. Thibaut ist Adjutant von Kinderprinzessin Luise I.
So kam es, dass Jean auch vor zwei Jahren von einem Bekannten seiner Eltern angesprochen wurde: Ob er sich vorstellen könne, mal auf die Bühne zu gehen. Konnte er. Und was eigentlich zuerst als musikalische Begleitung geplant war, endete direkt in einem Vortrag.
Musikalisches Multitalent auf der Bühne
Seitdem tourt er schon wie ein Großer durch die Mainzer Fastnachtssäle. Und die wurden immer größer: Inzwischen durfte er sogar schon im Kurfürstlichen Schloss auftreten. Das gilt als absolutes Highlight und große Ehre für jeden Mainzer Fastnachter.
Wenn die Leute glücklich sind und mitmachen, das ist schon super!
Das Besondere an Jeans Auftritten ist seine Vielfältigkeit. Er hält nicht nur seinen Vortrag, sondern begleitet sich auch selbst bei Liedern auf dem Keyboard. Vor allem aber hat er riesigen Spaß.
"Wenn du siehst, dass die Leute glücklich sind und mitmachen. Und wenn die Energie, die man für seinen Auftritt verwendet, zurückkommt, durch Klatschen und Rufen, dann ist das super", erzählt der 13-Jährige begeistert.
Fastnacht, Fußball und Musik
Wenn er nicht gerade auf den Fastnachtsbühnen in und um Mainz steht, geht Jean Baptiste aufs Mainzer Willigis-Gymnasium. Er ist im Domchor und spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Klavier. Orgel spielen kann er auch.
Außerdem ist er Fußballer und kickt bei Fontana Finthen. Also auch außerhalb der "Fassenacht" gibt's viel zu tun.
Ein Traum: Auftritt bei "Mainz bleibt Mainz"
Sein großer Traum hat aber schon etwas mit der närrischen Zeit zu tun: Einmal bei der Fernsehsitzung "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" aufzutreten. "Davon träume ich schon seit meiner ersten Kampagne."