Aufatmen in Mainz und Wiesbaden: Seit 4:30 Uhr herrscht auf der Schiersteiner Brücke wieder freie Fahrt. Wie ein Sprecher der Autobahnpolizei Wiesbaden mitteilte, ist die Sperrung zwischen der Anschlussstelle Wiesbaden-Äppelallee und dem Schiersteiner Kreuz in Fahrtrichtung Wiesbaden aufgehoben worden.
Der Verkehr könne nun wieder uneingeschränkt die drei Fahrstreifen sowie Verbindungsrampen zur A66 in den Fahrtrichtungen Frankfurt beziehungsweise Rüdesheim nutzen.
Gefährliche Schäden an Behelfsbrücke
Die Autobahn GmbH hatte das Teilstück am Mittwochmittag kurzfristig gesperrt. An der Behelfsbrücke, über die diese Strecke geführt wird, waren nämlich plötzlich Schäden festgestellt worden.
Laut Autobahnmeisterei Diedenbergen hatten sich an diesem Brückenbauwerk Schrauben gelöst. Wäre der Verkehr weiter über die Behelfsbrücke gelaufen, hätten sich die Schäden verstärken können.
Fachleute hätten noch am Mittwochabend die Brücke an einigen Punkten verstärkt. Das verbaute Material habe aber noch für einige Stunden aushärten müssen, daher sei das Teilstück erst am Donnerstagmorgen freigegeben worden, so die Autobahn GmbH.
Verkehrschaos am Mittwochabend
Die Teilsperrung der Schiersteiner Brücke hatte am Mittwochnachmittag zu einem Verkehrschaos in Wiesbaden-Biebrich und in Mainz geführt. Ab der Anschlussstelle Gonsenheim auf der A643 ging gar nichts mehr. Auch in der Mainzer Innenstadt staute sich der Verkehr.
Die Autobahn GmbH empfahl jedem, der Richtung Frankfurt oder in die Wiesbadener Innenstadt wollte, den Bereich großräumig zu umfahren. Am besten sollten alle über den Mainzer Ring und das Mainzspitzdreieck fahren und auf keinen Fall die A643 nehmen.
Der Fernverkehr wurde ab dem Dreieck Mainz über die A60 und die A671 Richtung Wiesbaden umgeleitet.
Polizei bat Autofahrer um Geduld
Die Mainzer Polizei hatte die Autofahrer um Geduld und Nachsicht gebeten. Alle sollten aufeinander Rücksicht nehmen und vorsichtig fahren.
Die Mainzer Innenstadt, die Theodor-Heuss-Brücke und die Weisenauer Autobahnbrücke waren voll. Die Staus hatten sich laut Polizei dann erst in der Nacht aufgelöst.