Es ist ein herber Schlag für die Nahe. Schon in den vergangenen Jahren war die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber für das Amt der Naheweinmajestäten bescheiden. In diesem Jahr hat sich gar niemand gemeldet, der die Weinbauregion repräsentieren will.
Kein Interesse an der Wein-Krone
Die Gebietsweinwerbung Weinland Nahe e.V. hatte die Bewerbungsfrist in diesem Jahr mehrmals verlängert. Das Team habe auch mögliche Kandidatinnen und Kandidaten persönlich angesprochen. Alle Bemühungen seien aber leider erfolglos gewesen, so Weinland Nahe in einer Pressemitteilung.
Natürlich können und wollen wir niemanden zum Ehrenamt zwingen
Es sei zunehmend schwieriger, junge Menschen für dieses Amt zu begeistern, so die Geschäftsführerin von Weinland Nahe Victoria Krings. Und natürlich könnten und wollten sie niemanden dazu zwingen, das Ehrenamt zu übernehmen. "Für dieses Amt muss man Begeisterung und Herzblut mitbringen," so Krings.
Auch keine Bewerbungen von jungen Männern
Vor zwei Jahren hatte Weinland Nahe das Amt erstmals auch für Männer geöffnet. Damals hatte sich mit Tim Heck dann auch der erste Mann um die Krone beworben. Bisher ist er aber damit auch der einzige männliche Bewerber geblieben.
Schon im vergangenen Jahr gab es dann nur noch zwei Bewerberinnen, die die Naheregion vertreten wollten.
Neue Ideen für den Nahe-Wein gesucht
Wie es nun weitergeht, ist unklar. Laut Krings beschäftigt sich der Verein aber schon seit einiger Zeit intensiv mit der Entwicklung um die Wein-Krone. Es gebe erste Ideen wie das Amt der Naheweinmajestäten weiterentwickelt oder neu gedacht werden könne. Welche das sind, bleibt offen.
Ziel sei es, jungen Menschen weiterhin eine Möglichkeit zu bieten, in der Weinbranche repräsentativ mitzuwirken. Bis spätestens kommendes Jahr soll dafür nun eine Lösung her.