Neues Bühnenkonzept bei der "Hunnenkönigin"

Nibelungen-Festspiele in Worms: Publikum sitzt erstmals auf der Bühne

In gut zwei Wochen beginnen die Nibelungen-Festspiele in Worms - und zum 24. Mal steht der Dom als Kulisse im Mittelpunkt. Diesmal werden die Zuschauer Teil der Bühne. 

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Am 17. Juli starten die Nibelungen-Festspiele mit der Premiere des Stücks "Die Hunnenkönigin". Vor dem Wormser Dom nimmt derzeit das Bühnenbild von Sean Turner Gestalt an. Der Bühnenbildner gehört zur Londoner Theatergruppe "Les Enfants Terribles". Mit seinem Konzept bringt er einen Hauch Shakespeare nach Worms - vor allem, weil zum ersten Mal Zuschauerinnen und Zuschauer auch auf der Bühne sitzen und damit Teil des Bühnenbilds sind.

Geschäftsführerin Petra Simon erklärte, das Publikum müsse keine Sorge haben, aktiv eingebunden zu werden. Vielmehr sei man "sehr nah dran" am Geschehen und solle sich trauen, dieses besondere Erlebnis wahrzunehmen.

Technische Herausforderungen beim Aufbau der Bühne

Das neue Bühnenkonzept sorgt allerdings für einige Herausforderungen. Die Verantwortlichen müssen dafür sorgen, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Bühne freie Sicht haben. Zudem müssen sie sich mit Feuerwehr und Bauaufsicht abstimmen.

Der technische Leiter, Sebastian Bolz, sagte, viele Details würden noch ausgearbeitet. Dabei spielt demnach auch das Wetter eine Rolle: Die Verantwortlichen prüfen, wie sich die Materialien bei Hitze oder Regen verhalten und welche Sicherheitsmaßnahmen nötig sind.

Die sich drehende Bühne der Nibelungen-Festspiele 2026 in Worms.
Was die Drehbühne alles kann, erfahren Zuschauer erst bei der Premiere der Nibelungen-Festspiele. Jürgen Wolff

Drehende Bühne als zentrales Element der Inszenierung

Im Zentrum der Bühne steht den Angaben zufolge eine große Drehscheibe, deren Elemente sich je nach Material und Temperatur verändern könnten. Sie sei jedoch noch nicht vollständig fertiggestellt. Diese Drehscheibe kann offenbar weit mehr als nur rotieren. Details hierzu bleiben allerdings geheim.

Zahl 7 wichtig für die neue Inszenierung in Worms

Bühnenbildner Sean Turner erklärte, auf dieser Bühne würden zentrale Lebensphasen dargestellt: von Geburt bis Tod, von Feierlichkeiten bis zu Wendepunkten. Die Konstruktion ermögliche es, schnell durch die Zeit zu springen - insgesamt über einen Zeitraum von sieben Jahren. In dieser Zeit entwickle sich auch die Hauptfigur Kriemhild.

Nibelungen-Festspiele ab 17. Juli

Die Nibelungen-Festspiele laufen in diesem Jahr vom 17. Juli bis 2. August. Wer mit einem Sitzplatz direkt auf der Bühne liebäugelt, muss dafür zwischen 60 und 71 Euro zahlen.

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SWR