Landesregierung will Bürokratie-Bremse lösen

Mehr Tempo beim Bau von Radwegen und Brücken

Die rheinland-pfälzische Landesregierung will, dass Radwege, Straßen und Brücken schneller gebaut beziehungsweise saniert werden können. Dafür hat sie jetzt die Weichen gestellt.

Teilen

Stand

Von Autor/in Christian Buttkereit

Erreicht werden soll das, indem Vorgaben gelockert werden. Für den Ersatz maroder Brücken heißt das konkret: Wo bisher schon eine Brücke stand, soll eine neue Brücke ohne ein langwieriges, erneutes Planfeststellungsverfahren gebaut werden können. Zumindest solange sie nicht länger als 1,5 Kilometer sind.

Mehr Tempo auch bei Planung von Radwegen

Für Radwege soll künftig keine zeitaufwändige Umweltverträglichkeitsprüfung mehr erforderlich sein, solange sie entlang von Landes- oder Kommunalstraßen geplant werden. Hier ist eine Längenbeschränkung von zehn Kilometern vorgesehen. Verkehrsministerin Daniela Schmitt von der FDP sagte, es gehe nicht darum, Standards abzubauen, sondern man fokussiere sich auf das Wesentliche.

Landesregierung erhofft sich kürzere Bauzeit für Radwege

Mehr Tempo im Bau von Radwegen, Straßen und Brücken verspricht sich die Landesregierung auch davon, dass Planfeststellungsverfahren - sofern sie nach der Gesetzesänderung überhaupt noch nötig sind - konsequent digital würden, von der Einreichung bis zur Veröffentlichung. Das spare Zeit, Ressourcen und schaffe Transparenz für alle Beteiligten, heißt es in einer Pressemitteilung der Staatskanzlei. Die Landesregierung will den Gesetzentwurf nach der Sommerpause in den Landtag einbringen. Gültig werden die Änderungen erst, nachdem sie vom Landtag beschlossen wurden.

Bingen

Pilotprojekt in RLP Pendler-Radroute zwischen Bingen und Heidesheim ist freigegeben

18 Kilometer der Pendler-Radroute (PRR) zwischen Bingen und Mainz in sind fertig. Am Freitagnachmittag wurde dieser Teil der Strecke offiziell eröffnet.

SWR4 am Nachmittag SWR4

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Christian Buttkereit