Ausflugstipps in den Ferien

Kurz vor Halloween: Gruselige Herbst-Wanderungen in der Eifel

Noch wenige Tage bis Halloween. Wer nicht mehr warten kann und schon jetzt nach einem Schreckmoment sucht, ist in der Eifel richtig. Dort gibt es Wanderwege, die es in sich haben.

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Stand

Von Autor/in Daniel Novickij

Finstere Höhlen, ein ehemaliger Steinbruch und eine verlassene Siedlung mitten im Wald - in der Eifel gibt es einige Orte, die zur dunklen Jahreszeit unheimlich wirken können. Wir stellen vier Ausflugsziele vor, die für Nervenkitzel sorgen:

Buchenlochhöhle bei Gerolstein

Eine Holztreppe mitten im Wald. Sie führt zur einer dunklen Felshöhle. Wer die Stufen hinabgeht, hört, wie es unter den Füßen knarrt.

Besucher können bis zu 30 Meter tief in die Buchenlochhöhle bei Gerolstein hineingehen.
Besucher können bis zu 30 Meter tief in die Buchenlochhöhle bei Gerolstein hineingehen. An einigen Stellen kann es aber eng werden. Daniel Novickij

Vor rund 30.000 Jahren haben in der Höhle Neandertaler gelebt, heute erwartet die Wanderer am beliebten Ausflugsziel in den Gerolsteiner Dolomiten eine mystische Gestalt: "Gelegentlich taucht hier ein Gespenst auf", sagt Frank Reuter, Geschäftsführer der Touristik GmbH Gerolsteiner Land.

Das "Gespenst" in der Buchenlochhöhle. Ab und zu bildet sich Nebel in der Höhle.
Das "Gespenst" in der Buchenlochhöhle. Ab und zu bildet sich Nebel in der Höhle. Touristik GmbH Gerolsteiner Land

Die Buchenlochhöhle ist eine Station auf der rund 20 Kilometer langen neunten Etappe des Eifelsteigs zwischen Hillesheim und Gerolstein. Sie ist das gesamte Jahr über zugänglich.

Vulkankrater Arensberg bei Walsdorf

Auf dem Arensberg bei Walsdorf geht es mehrere Meter in der Dunkelheit durch einen schmalen Tunnel zum ehemaligen Stollen. Ein altes Warnschild am Eingang sorgt für ein mulmiges Gefühl. Touristen schalten eine Taschenlampe ein, um sich zu orientieren.

Der Eingang in den Steinbruch auf dem Arensberg.
Der Eingang in den Steinbruch auf dem Arensberg: Im 19. Jahrhundert haben Arbeiter dort vulkanisches Gestein abgebaut. Heute ist der Stollen verlassen. Daniel Novickij

Ein Uhu ist zu hören. Die Felswände um einen herum erzeugen ein Echo. Am Ende des Tunnels ist ein kleines Licht zu sehen. Wer es geschafft hat, den dunklen Tunnel zu überwinden, den erwartet auf der anderen Seite ein riesiger Vulkankessel. Menschen haben dort im 19. Jahrhundert vulkanisches Gestein abgebaut.

Eine Kapelle am Wegesrand erinnert ehemalige Kirche auf dem Arensberg.
Geister der Vergangenheit: Die Kapelle am Wegesrand erinnert an eine frühere Kirche aus dem Mittelalter auf dem Arensberg. Sie wurde durch den Bergbau zerstört.

Der frühere Steinbruch ist über den knapp 13 Kilometer langen Vulkanweg von Hillesheim bis zum Arensberg erreichbar. Die Strecke führt an einer kleinen Kapelle vorbei. Dort stehen zwei Kerzenlichter auf einem Altar. Dieses Bild kann in der dunklen Jahreszeit auf einen durchaus unheimlich wirken.

Verlassener Staudenhof im Eifelkreis

Eingestürzte Mauern, löchrige Dächer und Efeu, der wuchert. So sieht es am Staudenhof aus. Eine verlassene Siedlung zwischen Mauel und Oberweiler im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Abgelegen in einem Tal von dichtem Wald umgeben.

In den 1960er-Jahren war der Staudenhof mit wenigen Häusern die kleinste Siedlung Deutschlands.
In den 1960er-Jahren war der Staudenhof mit wenigen Häusern die kleinste Siedlung Deutschlands. Zuletzt lebte dort bis in die 1990er Jahre nur noch eine Familie. Daniel Novickij

Dort wohnt seit mehr als 30 Jahren niemand mehr. Der frühere Ort ist zu einem echten Lost Place mitten in der Eifel geworden. Wanderer sollten die alten Gebäude aber nicht betreten. Nach Angaben der Tourist-Information Bitburger Land sind fast alle Gebäude inzwischen einsturzgefährdet.

Die frühere Siedlung "Staudenhof" in der Eifel ist nur noch eine Ruine.
In Staudenhof gab es sogar eine Schule, die 1897 gebaut wurde. Als die Schule geschlossen wurde, diente das Gebäude als Wohnhaus. Daniel Novickij

Damit niemand die Gebäude unerlaubt betreten kann, sind sie umzäunt und videoüberwacht. Der Staudenhof befindet sich auf einem rund zwölf Kilometer langen Wanderweg durch den Wald. Die Strecke bietet von einigen Standorten aus einen Blick auf das Prümtal.

Höhlen-Rundweg bei Hohenfels-Essingen

Vier Felshöhlen mitten im Wald bei Hohenfels-Essingen im Kreis Vulkaneifel - eisige Luft kommt einem aus der Dunkelheit entgegen. Spinnennetze hängen am Gestein. Alte Holzschilder am Eingang erinnern an die Geschichte der sogenannten Mühlensteinhöhlen.

Die "Borussia Höhle" ist eine von insgesamt vier Mühlsteinhöhlen bei Hohenfels-Essingen.
Zu den Mühlsteinhöhlen bei Hohenfels-Essingen gehören unter anderem die "Borussia Höhle", "Schwedenfeste" sowie Höhle "St. Martin". Daniel Novickij

"Dort wurde über Jahrhunderte Basaltgestein abgebaut, das später dazu verwendet wurde, um in Mühlen Getreide zu mahlen", erzählt Frank Reuter von der Touristik GmbH Gerolsteiner Land. Heute sind die Höhlen auch das Zuhause von Fledermäusen.

Die Martinshöhle ist auf dem Rundweg bei Hohenfels-Essingen zu finden.
Ähnliche Mühlsteinhöhlen wie bei Hohenfels-Essingen gibt es auch bei Roth (Eifelkreis Bitburg-Prüm) und Birresborn (Vulkaneifelkreis). Daniel Novickij

"Aus diesem Grund sind zwei der Höhlen ab Ende Oktober geschlossen, um die Tiere nicht zu stören", so Reuter weiter. Die Höhlen befinden sich auf einem drei Kilometer langen Rundweg durch den Wald.

Gerolstein

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Daniel Novickij
Daniel Novickij arbeitet als Korrespondent im Regionalbüro in Gerolstein in der Vulkaneifel.

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