Bei der Razzia wurden mehr als 30 Gebäude in drei Bundesländern durchsucht. Darunter Objekte in Mannebach in der Eifel, in Bendorf im Landkreis Mayen-Koblenz sowie Weibern im Landkreis Ahrweiler. Bei den Durchsuchungen hat die Polizei nach eigenen Angaben mehr als 100 Kilogramm Cannabis sichergestellt. Zudem seien etwa 11.000 Cannabispflanzen beschlagnahmt worden.
Bargeld und Fahrzeuge sichergestellt
Die Beamten fanden bei den Durchsuchungen zudem Bargeld und zehn Fahrzeuge mit einem Gesamtwert im sechsstelligen Eurobereich.
Gegen 18 Personen U-Haft beantragt
Bei dem Einsatz trafen die Einsatzkräfte 33 Menschen an, die im Verdacht stehen, Mitglieder der Bande zu sein. Zunächst hatte die Polizei von 27 Personen berichtet. Gegen 14 von ihnen lag bereits ein Untersuchungshaftbefehl vor, wie die Polizei weiter mitteilte. Gegen vier weitere Tatverdächtige habe sich ebenfalls der Verdacht erhärtet, an den Taten der Bande beteiligt zu sein.
Die 18 Personen werden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier den Ermittlungsrichtern des Amtsgerichts Trier vorgeführt.
Weitere 15 Verdächtige, die als Gärtner in den Plantagen gearbeitet hätten, seien ebenfalls zunächst vorläufig festgenommen worden, hieß es. Sie werden auf Antrag der örtlich zuständigen Staatsanwaltschaften den jeweils zuständigen Ermittlungsrichtern vorgeführt.
Drogenbunker entdeckt Mainzer Polizei zerschlägt bundesweiten Drogenring
Die Bande soll bundesweit und in großem Stil Drogen per Post verschickt haben. Kunden konnten so ziemlich alles kaufen, was sie brauchten. Inzwischen gab es zahlreiche Festnahmen.
Nach Razzia: Ermittlungen dauern an
Die Festgenommenen werden laut Polizei verdächtigt, großflächig illegale Cannabis-Plantagen in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen betrieben und mit Cannabis gehandelt zu haben. Sie sollen dabei einen Umsatz von mehreren Millionen Euro gemacht haben.
Wir lassen nicht locker. Wer glaubt, im Schatten große illegale Geschäfte machen zu können, hat die Rechnung ohne unsere Polizei gemacht
Komplexe Ermittlungen
Der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling (SPD) lobte die länderübergreifende Zusammenarbeit der Polizei. Der Erfolg der Ermittlerinnen und Ermittler sei ein bemerkenswerter Schlag gegen die organisierte Bandenkriminalität und den illegalen Handel mit Cannabis, so Ebling. "Der heutige Tag sendet eine klare Botschaft an die organisierte Kriminalität: Wir lassen nicht locker. Wer glaubt, im Schatten große illegale Geschäfte machen zu können, hat die Rechnung ohne unsere Polizei gemacht".
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An dem länderübergreifenden Einsatz, der von der Staatsanwaltschaft sowie der Polizei Trier federführend geleitet wurde, waren insgesamt 900 Beamtinnen und Beamte beteiligt. Die Ermittlungen für den Einsatz liefen bereits seit November 2024.