Für ihre Verdienste um die deutsche Sprache ist die österreichische Schriftstellerin Monika Helfer mit der 49. Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. Die Feierstunde fand im Staatstheater Mainz statt. Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) überreichte Helfer die Medaille.
Die Autorin verwandle "autobiografische Familiengeschichten in große, berührende Literatur", hieß es zur Begründung der Auszeichnung. Helfer zeige zudem, wie in Zeiten von Umbruch und Krieg "gerade die Schwachen und Armen leiden und zum Opfer werden". Mit ihrem von Klarheit und Mitgefühl geprägten Stil habe sie die deutschsprachige Literatur beeinflusst.
Großer Erfolg mit autobiografischem Schreiben
Die 78-Jährige wurde im Bregenzerwald in Österreich geboren. Sie lebt in Hohenems/Vorarlberg. Helfer hat zahlreiche Romane, Erzählungen und Kinderbücher geschrieben, die auch von tragischen Erfahrungen handeln. Mit ihrer Familien-Trilogie "Die Bagage" (2020), "Vati" (2021) und "Löwenherz" (2022) wurde sie einem größeren Publikum bekannt. 2024 kamen ihre Erzählungen "Wie die Welt weiterging" heraus, 2025 veröffentlichte sie mit "Bitte schick mir eine Droge" ihren ersten Gedichtband.
Auszeichnung in Erinnerung an rheinhessischen Schrifsteller
Die Carl-Zuckmayer-Medaille wird seit 1979 jährlich vom Land Rheinland-Pfalz verliehen und erinnert an den im rheinhessischen Nackenheim geborenen Schriftsteller und Dramatiker Carl Zuckmayer (1896-1977).
Der traditionell an Zuckmayers Todestag, dem 18. Januar, verliehene Preis umfasst neben der eigentlichen Medaille auch ein 30-Liter-Fass mit rheinhessischem Wein.