Wie kann das Fahrrad das Auto auf kleinen Strecken als Verkehrsmittel ablösen? Wie müssen Radwege gebaut sein, damit sie von möglichst vielen Menschen auch auf dem Land genutzt werden? Wie lässt sich der öffentliche Nahverkehr mit dem Radverkehr sinnvoll kombinieren?
All diese Fragen werden auf der zweitägigen Fahrradkommunalkonferenz in Landau diskutiert. Seit Dienstag tauschen sich dort Experten aus der Politik, den Verwaltungen und der Forschung unter dem Motto "Stadt.Land.Rad. Sicher unterwegs" aus.
Umfrage:
Kreative Ansätze für mehr Radwege
Bei der Konferenz sollen auch kreative Ansätze diskutiert werden, um mehr Menschen aufs Rad zu bekommen und das Radwegenetz größer und sicherer zu machen.
In Landau zum Beispiel werden landwirtschaftlich genutzte Wege zu Radwegen ausgebaut. Das soll sowohl Radfahrern als auch Winzern zugutekommen. Auf diese Weise werde das Umland auch für Radfahrer besser an die Stadt angebunden.
Fahrradfahren in RLP Achtung, Autofahrer: Diese Regeln gelten auf einer Fahrradstraße
Vorrang den Radfahrenden - das gilt auf einigen Straßen in Rheinland-Pfalz. Sogenannte Fahrradstraßen sollen die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden erhöhen.
Es gehe darum, das Fahrrad als Verkehrsmittel attraktiver zu machen, kündigte Landaus Oberbürgermeister Dominik Geißler (CDU) mit Blick auf die Konferenz an. "Es wird diskutiert, wie wir auch in Zukunft eine Mobilität haben, die nicht auch auf kleinen Strecken permanent mit dem Auto bewältigt wird - und dafür ist so eine Konferenz genau richtig".
Konferenz soll Austausch voranbringen
Die Fahrradkommunalkonferenz gibt es seit 2007. Sie gilt als wichtigste deutsche Radverkehrskonferenz auf kommunaler Ebene und soll den kollegialen und fachlichen Austausch zwischen den Radverkehrsverantwortlichen in den Kommunen und Ländern vorantreiben.