Das Leben im Wahlkreis unterscheidet sich stark. Die Stadt Wörth ist vor allem industriell geprägt, wobei zwei der Stadtteile sich nah an Karlsruhe befinden, sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr sowie ans Autobahn- und Straßennetz angebunden sind, sich dort Schwerindustrie befindet und es gute Einkaufsmöglichkeiten gibt.
Die beiden anderen Stadtteile (Büchelberg und Schaidt) hingegen sind ländlich geprägt und befinden sich weitab vom Zentrum Wörths im Bienwald. Sie sind im Hinblick auf Infrastruktur abgehängt. Die Stadt Wörth beklagt unter anderem wegen der großen Entfernung der Stadtteile zueinander ein fehlendes Zusammengehörigkeitsgefühl in den Ortsbezirken.
Das rheinland-pfälzische Innenministerium fördert Wörth aus diesem Grund finanziell, um die „integrierte Standortentwicklung“ voranzutreiben.
Laut einer Analyse der Stadtverwaltung ist die finanzielle Situation der Stadt gut, es gibt viele Arbeitsplätze, die Zahl an Schulen und Kinderbetreuungsplätzen ist ausreichend, die Wege sind kurz, es gibt viele Sport- und Freizeitangebote, mit den Rheinauen und dem Bienwald existieren gute Naherholungsmöglichkeiten und Wörth hat ein breites Kulturangebot.
So befindet sich in Wörth zum Beispiel eine Festhalle für Veranstaltungen, ein Bürgerpark mit Skulpturengarten sowie ein Hafen, in dem sich unter anderem ein Motor Yacht Club und ein Segelverein angesiedelt haben. In direkter Nähe gibt es außerdem eine Kartbahn.
Negativ auf die Lebensqualität wirken sich unter anderem der hohe Druck auf dem Wohnungsmarkt aus, fehlende Radwege, eine fehlende Nahversorgung und Verkehrsanbindung in den Ortsteilen Büchelberg und Schaidt, sanierungsbedürftige Stadtteile, zu wenig Gastronomie und Sehenswürdigkeiten sowie fehlende Ortskerne.
Das Leben in den drei Verbandsgemeinden Hagenbach, Jockgrim und Rülzheim wiederrum unterscheidet sich erheblich von der Situation in Wörth. Die drei Verbandsgemeinden sind ländlich geprägt mit eher wenigen Arbeitsplätzen sowie viel Wald, Bagger- und Badeseen sowie Natur und Naherholungsmöglichkeiten.
Etliche der Orte in den Verbandsgemeinden haben einen historischen Altstadtkern mit renovierten Fachwerkhäusern, wie zum Beispiel Hagenbach, Jockgrim und Rülzheim.
Auch in den drei Verbandsgemeinden gibt es ein Freizeit- und Kulturangebot, zum Beispiel in Rülzheim. Dort befindet sich die sogenannte Eventkuppel Dampfnudel, eine rundgebaute Veranstaltungshalle, in der Bälle, Konzerte, Sport- und Kulturveranstaltungen oder Messen stattfinden. Rülzheim hat außerdem eine Straußenfarm als Park. Teile des Wahlkreises befinden sich direkt an der Grenze zu Frankreich.
In Neuburg gibt es die Lautermuschel, ein schwimmendes Gasthaus direkt auf dem deutsch-französischen Grenzfluss Lauter. In Neulauterburg in Berg kann man sich den Zollpavillon ansehen, ein Zollgebäude, in dem früher die Grenzformalitäten abgewickelt wurden. Auch die deutsch-französische Freundschaft hat einen hohen Stellenwert, beispielsweise im Grenzort Scheibenhardt, wo einmal im Jahr ein deutsch-französisches Brückenfest mit der französischen Nachbargemeinde gefeiert wird.
Rheinzabern in der Verbandsgemeinde Jockgrim stellt in einem Museum Funde aus der Zeit der römischen Besiedlung der Region aus, in Hatzenbühl befasst sich ein Tabakrundweg mit dem regionalen Tabakanbau und in Neupotz schippert der Nachbau eines Römerschiffs, die Lusoria Rhenana, über den Setzfeldsee.
Verkehrstechnisch führt lediglich die Bundesstraße 9 durch die drei Verbandsgemeinden. Die A65 kann hier nur über Landstraßen bzw. die B9 erreicht werden.