Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Über Schönheit möglicherweise doch. Denn Schönheit liegt zwar im Auge der Betrachtenden, wie man so sagt, sie scheint aber zugleich doch sehr normiert zu sein. Denn was wir schön finden und was nicht, beruht sehr oft auf Konventionen. Und die werden gemacht, zum Beispiel von Industrie, Medien und Werbung.
Was finden wir schön und warum? Wie kommt es, dass Schönheit so eine herausragende Rolle spielt in unserer Gesellschaft. Woher kommen unsere Schönheitsideale? Und: Kann auch das Unperfekte schön sein? Die Matinee öffnet die Augen und hinterfragt Schönheitsideale und -diskurse.
Zum Beginn der Sendung schicken wir einen Reporter in einen Schönheitssalon für Männer, denn längst gilt der gesellschaftlichen Schönheitsdruck nicht mehr nur Frauen. Wir fragen, warum Schönheit so eine große Rolle spielt in unserer Gesellschaft und wir hören vom so genannten "Halo-Effekt", der die Bevorteilung schöner Menschen beschreibt. Wir sprechen darüber, warum wir überhaupt überall Schönheit suchen, und ob es womöglich eine Formel für Schönheit gibt. Und wir erfahren, was es mit dem so genannten "Ugly-Chic" auf sich hat. Wir suchen Schönheit im Vergänglichen und finden sogar Trost in der Schönheit. Und natürlich fragen wir auch, was es mit dem berühmt-berüchtigten Schönheitsschlaf auf sich hat.
Gäste der Sendung sind Rabea Weihser, Autorin von "Wie wir so schön wurden" (Diogenes 2025) und seit 2025 Gastgeberin des Schönheitssalons im Berliner Urania, Gabor Páal, SWR Wissenschaftsredakteur und Autor von "Was ist schön? Die Ästhetik in allem" (Königshausen & Neumann, 2020) und Gabriele von Arnim, Autorin von "Der Trost der Schönheit" (Rowohlt 2023).
Redaktion: Georg Brandl
Musikredaktion: Julia Kesch