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Erklär mir Pop mit Udo Dahmen

Ob Beatles, Fugees oder Rolling Stones, ob Tina Turner, Cindy Lauper oder Rio Reiser – Udo Dahmen kennt sie alle. Er ist Berater für Popländ Baden-Württemberg und unser Popmusik-Experte und erzählt jeden Samstag die Stories hinter den großen Songs der Popgeschichte.

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Stand
  • „Bullet with Butterfly Wings“ - Smashing Pumpkins

    Der Song der US-amerikanischen Band „Smashing Pumpkins“, was so viel wie zerschmetternde Kürbisse heißt, erschien im Jahr 1995 auf dem Album „Melon Collie and the Infinite Sadness“. Sänger Billy Corgan verarbeitet in der Grammy-prämierten Hymne des Alternative Rock die Fremdbestimmg im Musikbusiness. Mit der prägenden Textzeile über das Dasein als „Ratte im Käfig“ fängt der Song das Gefühl einer ganzen Generation ein und ist ein zeitloser Meilenstein der 90er-Jahre.

  • „Landline“ von Alice Merton

    Erschienen ist der Titel auf dem 2026 veröffentlichten Album „Visions“. Mit „Landline“, auf Deutsch „Festnetzanschluss“, wählt Alice Merton ein Bild, das auf den ersten Blick aus der Zeit gefallen scheint. Doch genau darin liegt der Reiz des Songs: Er erzählt von Nähe und Distanz, von Erinnerungen und dem Wunsch nach einer Verbindung, die Bestand hat. Unser Popmusikexperte Udo Dahmen ordnet den Song für uns ein: Was macht „Landline“ musikalisch aus? Welche Entwicklung zeigt Alice Merton als Songwriterin? Und warum trifft gerade das altmodische Bild eines Festnetztelefons den Nerv der Gegenwart?

  • „Complication“, The Monks

    Verzerrte Gitarrensounds und herausgeschriene Texte von einer Band, die sich die Mönche nennt, das galt in den 1960ern als reine Provokation. Nicht nur wegen des eigenwilligen Musikstils, sondern auch wegen des Auftretens von "The Monks": kurze Haare, schwarze Kleidung, Tonsur und anstatt einer Krawatte einen Strick um den Hals. Gegründet wurde die Band von US-Soldaten, die nach ihrem Wehrdienst in Deutschland blieben. Und obwohl die Band nur wenige Jahre bestand, hat sie den deutschen Musikmarkt aufgemischt und neue Maßstäbe in der Popkultur gesetzt. Für viele Musiker und Fans gelten „The Monks“ als Wegbereiter des Punk.

  • „Yeah Glo!” von GloRilla

    GloRilla - der Name der US-amerikanischen Rapperin setzt sich aus ihrem Vornamen Gloria und dem Namen des Monsters Godzilla zusammen: Frauenpower pur. Sie stammt aus Memphis, Tennessee, einer Stadt mit einer reichhaltigen musikalischen Tradition und Szene, von der sie profitieren konnte. Aufgewachsen in einer christlichen Familie mit Gospelmusik, fing GloRilla im Teenageralter an zu rappen. Mit ihren „mixed tapes”, bei denen sie mit vielen verschiedenen Produzenten kollaborierte, bekam sie früh viel Aufmerksamkeit. Der Grundstein für eine vielversprechende Karriere. Ihren männlichen Rap-Kollegen steht sie in nichts nach und spielt mit deren Attributen wie dicken Autos, glitzernden Klunkern und teuren Klamotten.

  • „Fabienk“ - Angine de Poitrine

    Die beiden Musiker, die unter den Pseudonymen Khn und Klek de Poitrine auftreten, verbinden mikrotonale Klänge mit komplexen Rhythmen. Auf der Bühne inszenieren sich die kanadischen Musiker als geheimnisvolle Phantasiewesen mit schwarz-weiß gepunkteten Kostümen und riesigen Pappmaché-Masken.

  • „Chuck E.'s in Love“ von Rickie Lee Jones

    Der Titel hat eindeutig Ohrwurmqualitäten. Er ist auf dem Debutalbum von Rickie Lee Jones veröffentlicht und kletterte auf Platz 4 der US Charts. Besonders die klare, frische Stimme von Rickie Lee Jones begeistert das Publikum bis heute. Jahrelang war die Songwriterin in diversen Clubs von Los Angeles aufgetreten und deshalb gut vernetzt in der Szene. Auf dem Album sind deshalb bekannte Namen zu lesen wie Steve Gadd oder Dr. John.

  • „Sie brauchen keinen Führer“ von Udo Lindenberg

    Wenn über Udo Lindenberg gesprochen wird, fallen meist Titel wie „Sonderzug nach Pankow“, „Wozu sind Kriege da“ oder zuletzt „Komet“. Doch zum 80. Geburtstag lohnt sich auch der Blick auf weniger bekannte Songs. „Sie brauchen keinen Führer“ erschien 1984 auf dem Album „Götterhämmerung“ und setzt sich mit Rechtsextremismus und populistischen Strömungen auseinander. Erstaunlich ist, wie aktuell der Text heute noch ist. Was dieser Song über den politischen Künstler Udo Lindenberg erzählt, darüber sprechen wir mit unserem Experten für Popmusik Udo Dahmen.

  • „Let‘s start a band” von der schottischen Singer-Songwriterin Amy Macdonald

    Am 1. Januar 2007 wurde dieser Song von Amy Macdonald auf ihrem Debutalbum „This Is The Life“ veröffentlicht. Damit stürmte die Sängerin an die Spitze der US Charts und verkaufte weltweit über 3 Millionen Platten. Die starke Bühnenpräsenz ist neben der kraftvollen Gesangsstimme ihr größtes Kapital. Amy Macdonald kann auch auf riesigen Bühnen einen engen Kontakt zum Publikum herstellen, sagt Popexperte Udo Dahmen. Und wenn sie irgendwo Gleichgesinnte trifft, dann möchte sie am liebsten gemeinsam mit ihnen Musik machen. So heißt es im Text von „Let’s Start A Band”.

  • „Berghain“ von Rosalía

    Die katalanische Sängerin Rosalía ist seit Jahren bekannt dafür, dass sie virtuos mit den Genres spielt: Flamenco und Latin-Pop mixt sie mit Pop, Hip-Hop oder Raggaeton und bringt so frischen Wind in den Mainstream-Pop. In ihrem Song „Berghain“ geht sie noch einen Schritt weiter und verbindet elektronische Sounds mit orchestralen, barocken Arrangements und singt dazu in verschiedenen Sprachen.

  • „Diamonds & Rust“ von Joan Baez

    Mit ihrem sechzehnten Studioalbum aus dem Jahr 1975 schenkte Joan Baez der Welt ein Werk, das nicht nur musikalisch glänzt, sondern auch seelisch nachhallt. Der titelgebende Song „Diamonds & Rust“ ist mehr als nur eine nostalgische Ballade. Mit beeindruckender Ehrlichkeit blickt Joan Baez auf die Beziehung zwischen ihr und Bob Dylan zurück. Zusammen waren sie in den frühen 1960er-Jahren das „Traumpaar“ der US-Folk-Szene, sowohl musikalisch als auch privat.

  • „Nightingale Lane“ von der britischen Sängerin Raye

    „Nightingale Lane“ wurde am 27. März 2026 auf Rayes zweitem Studio-Album „This Music May Contain Hope“ veröffentlicht. Im Text der Ballade geht es um eine sehr persönliche Erinnerung an eine frühere Liebe – hier im Londoner Stadtteil Tooting, wo sich die Nightingale Lane befindet, ist Raye aufgewachsen und hier hat sie offensichtlich auch ihre große Liebe verloren. Die Sängerin hat den Song gemeinsam mit Tom Richards und Chris Hill geschrieben. Teile davon wurden mit Orchester im Abbey Road Studio aufgenommen und von Tom Richards dirigiert.
    Raye hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten und ist für ihre herausragende Stimme und die Mischung aus Soul, R&B, Jazz und Pop bekannt. Sie begann schon früh Songs zu schreiben und zu performen. Mit 14 Jahren besuchte sie für zwei Jahre die BRIT School – eine weiterführende Schule für Darstellende Künste und Technologie in Selhurst in London, an der auch Adele und Amy Winehouse unterrichtet wurden. Parallel arbeitete sie zudem in Songwriting-Sessions mit anderen Künstlerinnen und Künstlern.

  • „Man in the Box“ von der Grunge-Band Alice in Chains

    Neben Nirvana und Pearl Jam gehört Alice in Chains zu den bekanntesten und erfolgreichsten Vertretern des Grunge, einer Rockmusik, die sich in den 1990er Jahren in Seattle entwickelt hat. Viele dieser Bands hatten ein typisches Punkoutfit, sagt der Mannheimer Popexperte Udo Dahmen. Songs und Musik seien von Schwermütigkeit geprägt und von einer deutlichen Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft. Alice in Chains verstanden sich vor allem als „Metalband“, die in Black Sabbath und Deep Purple ihre Vorbilder sah. Das Stück „Man in the Box“ beschreibt einen Menschen, der in einem Stall gefangen ist. Ein Bild für die Manipulation und Gleichschaltung der Öffentlichkeit durch Zensur. Der Song wurde im Januar 1991 als Single veröffentlicht und 1992 für einen Grammy Award für die beste Hard-Rock-Performance nominiert.

  • „Joy Chant“ – Ritueller Groove mit Schlagwerk und Saxophon

    Die dänisch-amerikanische Perkussionistin Marilyn Mazur hat mit vielen namhaften Musikern zusammengearbeitet – bei diesem Titel ist es der Saxophonist Jan Garbarek. Er bewegt sich mit seinen Tönen auf einem Klangteppich, den Marilyn Mazur mit verschiedenen, zum Teil selbst gebauten perkussiven Instrumenten erzeugt. Pop-Experte Udo Dahmen schätzt besonders ihre Experimentierfreude und das Engagement für Frauen in der Musikszene. Bis zu ihrem Tod im vergangenen Dezember spielte Marilyn Mazur in der komplett weiblich besetzten Band „Shamania“.

  • „In Memory of Elizabeth Reed“ – The Allman Brothers Band

    Der Song erschien erstmals im Jahr 1970 auf dem Album „Idlewild South“. Er zählt zu den wegweisenden Instrumentalstücken der Rockgeschichte und steht exemplarisch für den Sound der Band: den Southern Rock.
    Geschrieben wurde der Mix aus Blues, Jazz-Fusion und Countrymusik vom Gitarristen Dickey Betts. Der Titel „In Memory of Elizabeth Reed“ bezieht sich auf eine Frau, deren Grabstein der Gitarrist auf einem historischen Friedhof in Macon im US-Bundesstaat Georgia gefunden hatte.

  • Protest im Stil von Pete Seger: Bruce Springsteen singt gegen Trumps Abschiebepolitik an

    Anfang des Jahres erschossen Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE zwei Menschen in Minneapolis. Das heizte die Protestwelle deutlich an, und bei einer großen Demonstration am 30. Januar trat Bruce Springsteen auf mit seinem Song „Streets of Minneapolis“. In nur vier Tagen hat er das Stück geschrieben und produziert. Popexperte Udo Dahmen erklärt, dass sich Springsteen schon immer mit seinen Songs auf die Seite der kleinen Leute gestellt hat, der Schwachen und Verfolgten. Damit setzt er die Tradition von Bob Dylan oder Joan Baez fort, die sich in den 1950er/60er Jahren der Bürgerrechtsbewegung anschlossen.

  • „Limelight" von Rush

    Der Song „Limelight“ von Rush erschien 1981 auf dem Album Moving Pictures und gehört zu den bekanntesten Stücken der kanadischen Band. Die Band Rush, das waren der Bassist, Keyboarder und Sänger Geddy Lee, der Gitarrist Alex Lifeson und der Schlagzeuger Neil Peart. Inhaltlich beschäftigt sich „Limelight“ mit dem Leben im Rampenlicht.

  • „Lucky Dancer“ der Dresdner Band Ätna

    Gerade erst wurden sie mit dem Förderpreis des Kunstpreises der Stadt Dresden ausgezeichnet. Die Band Ätna stehe für Musik, die Grenzen sprengt und Herzen erreicht, lobt die Jury. Das Duo, das aus Sängerin Inéz Schäfer und Schlagzeuger Demian Kappenstein besteht, verbindet Jazz, Pop und elektronische Klänge und ist damit inzwischen auch international erfolgreich.
    Seit dem gemeinsamen Jazz-Studium an der Dresdner Musikhochschule hätten die beiden konsequent an der Weiterentwicklung ihrer elektronischen Sounds gearbeitet, so der Mannheimer Popexperte Udo Dahmen. Ihn beeindruckt besonders die Zusammenarbeit von Ätna mit verschiedenen Streichorchestern wie zum Beispiel mit dem Kammerorchester ensemble reflektor. Der Song „Lucky Dancer“ ist auf dem Album „Ätna“ im Oktober 2024 erschienen, das von Krisen, Vergänglichkeit und Empathie erzählt.

  • „Second Best" von der britischen Band The Last Dinner Party

    The Last Dinner Party ist eine britische Rockband aus London - fünf Musikerinnen, die ihren Stil des opulenten Rockmelodrams überzeugend präsentieren. Mit ihren theatralischen Auftritten treten sie ein für die Rechte der Frauen. Sie haben erst 2020 zusammengefunden, hatten aber schon 2024 ihren internationalen Durchbruch und konnten bereits etliche Preise abräumen. „Second Best" ist ein Song von ihrem zweiten Album „From The Pyre" (2025) und zeigt die Entwicklung von einer Rockoper mit großem Chor hin zu einem Rock- und Punkklassiker.

  • „I Put a Spell on You“ von Joss Stone und Jeff Beck

    Laut Musikmagazin Rolling Stone zählt der Song zu den 500 besten aller Zeiten, die die Rockgeschichte geprägt haben. Geschrieben wurde er 1956 von Screamin’ Jay Hawkins und bis heute wurde der Song vielfach gecovert: von Nina Simone über Annie Lennox bis Bonnie Tyler. Eine ganz besonders gelungene Version stammt von der Soulsängerin Joss Stone und dem Jazz-Rock-Gitarristen Jeff Beck – findet der Mannheimer Popexperte Prof. Udo Dahmen.

  • „Schreien“ von Paula Carolina

    Paula Carolina veröffentlicht erst seit 2021 Musik. Nachdem ihr Debütalbum „Aus der Blüte des Lebens“ noch nach progressivem, akustischem Indie-Pop-Rock klang, kommt ihre Single „Schreien“ jetzt wie ein NDW-Hit daher. Der Song handelt von Reizüberflutung, Großstadtgefühlen und Alltagsbeobachtungen in Berlin und der Freiheit einer jungen Generation. Ganz klar: Paula Carolina surft hier auf ihrer ganz eigenen neuen deutschen Welle, meint unser Experte für Popmusik Udo Dahmen.

  • „Sugah Daddy" von D'Angelo

    Der Song erschien 2014 auf dem Album „Black Messiah“ von D’Angelo, der mit bürgerlichem Namen Michael Eugene Archer hieß. Den Künstlernamen gab sich der US-amerikanische R&B-Musiker, der im Oktober 2025 im Alter von 51 Jahren gestorben ist, vermutlich in Anlehnung an den Renaissance-Künstler Michelangelo.
    Musikalisch ist „Sugah Daddy“ stark vom Funk der 1970er-Jahre geprägt. Mit seiner Mischung aus Soul, Funk, Jazz und Hip-Hop gilt D’Angelo als wichtiger Impulsgeber der sogenannten Neo-Soul-Bewegung der 90er Jahre. Inhaltlich spielt der Song ironisch mit Macht, Begehren und Rollenbildern und kann auch als gesellschaftlicher Kommentar verstanden werden. Und er steht für den Anspruch D’Angelos, Musik nicht nur als Unterhaltung, sondern auch als Ausdruck von Haltung und kulturellem Bewusstsein zu verstehen.

  • „If I Should Fall From Grace With God” von der Band The Pogues

    Die prägnante Stimme von Shane MacGowan ist in diesem folkigen Song mit Square Dance-Anmutung unverkennbar und hat den Sound der Pogues stark geprägt. Der irisch-britische Leadsänger der Band starb am 30. November 2023 im Alter von nur 65 Jahren. Shane MacGowan hat Popmusikgeschichte geschrieben und 2018 einen Preis für sein Lebenswerk erhalten. Veröffentlicht wurde „If I Should Fall From Grace With God” auf dem gleichnamigen dritten Studioalbum im Februar 1988.
    Im Song fällt der Widerspruch auf zwischen der so optimistischen musikalischen Grundstimmung und der Ernsthaftigkeit des Textes, in dem es auch um Tod, Verlust und Verzweiflung geht. Udo Dahmen sagt, hier gehe es um das kämpferische Moment und die Aussage: Wir tanzen auf den Trümmern unseres Schicksals und lassen uns nicht unterkriegen.

  • „Fade to Grey“ – Visage

    Der Song aus dem Jahr 1980 gilt als Meilenstein der New Romantic-Bewegung. Den Text und die melancholische Melodie schrieb Midge Ure, der spätere Sänger von Ultravox. Sowohl er als auch alle anderen Musiker kamen aus der Londoner Punk- und frühen Elektroszene.

  • „Like The Way I Do“ von Melissa Etheridge

    Ein kraftvoller Song über Beziehungen, Freiheit, Treue und Untreue: Mit „Like The Way I Do“ schaffte Melissa Etheridge nicht nur den Durchbruch in Europa, sondern schrieb auch einen 80er-Jahre Klassiker. Veröffentlicht wurde der Titel auf ihrem Debütalbum am 2. Mai 1988. Interessant ist, dass Melissa Etheridge hier nicht über eine Mann-Frau Beziehung singt, sondern über eine gleichgeschlechtliche Liebe. Da sie ihr Coming Out aber erst fünf Jahre später hatte, war das zunächst keineswegs klar. Melissa Etheridge macht seit 1993 kein Geheimnis aus Ihrer Homosexualität und setzt sich schon lange für die Rechte der LGBTQ-Community ein. „Like The Way I Do“ beschreibt sie selbst wegen seiner Leidenschaft und Offenheit als einen ihrer besten und persönlichsten Songs.

  • „Heart of Glass“ von Blondie

    Inhaltlich geht es um ein zerbrechliches Herz, während der Song musikalisch Wave-Punk und Euro-Disco zusammenbrachte. Eine Provokation für die Punkszene 1978, in der Disco als absolut uncool galt. Der Song war damals der absolute Hit der US-amerikanischen Band, die wenige Jahre zuvor in New York gegründet wurde von Debbie Harry und Chris Stein. „Heart of Glass“ stürmte die Charts, ist längst in die „Grammy Hall of Fame“ aufgenommen worden und auch als Coverversion von Miley Cirus ging er erneut durch die Decke.

  • „Marathon“ von der Hamburger Band Meute

    Blasmusik und Techno - eine sehr eigenwillige Kombination, die bei dieser Formation perfekt zusammengeht. 2015 hat der Trompeter Thomas Burhorn „Meute“ als 11-köpfiges Bläserensemble gegründet. Dabei spielt die Gruppe nicht nur auf der Festivalbühne oder im Club, sondern sucht sich als Techno-Marching-Band auch öffentliche Räume.

  • Tiefe Stimme und Talent für Texte – „Mmm Mmm Mmm Mmm“ von den Crash Test Dummies

    Schon der Titel wirkt exotisch, dazu die ungewöhnliche Bassstimme von Sänger Brad Roberts. Dieser Song auf dem zweiten Album der Band wurde weltweit ein Hit. An diesen Erfolg konnten die kanadischen Musiker niemals mehr anknüpfen. Das war auch nicht das zentrale Ziel. Pop-Experte Prof. Udo Dahmen erklärt, dass insbesondere Frontmann Roberts immer auf Unabhängigkeit geachtet hat, auch weil er in seinen Songs Teile seiner Vita verarbeitet. Die Sprachgewalt hat er in einem Studium der englischen Literatur zur Kunst ausgebaut. Die Crash Test Dummies sind immer mal wieder auf Tour, und passen mit ihrer unaufgeregten Bühnenperformance perfekt zur Sehnsucht vieler Menschen nach Ruhe und Frieden.

  • „That’s So True“ von Gracie Abrams

    Herz-Schmerz-Songs gibt es viele. Und trotzdem ist es Gracie Abrams gelungen, noch einen drauf zu setzen. In „That’s So True“, im Oktober 2024 veröffentlicht, geht es um Trennungsschmerz und die Eifersucht auf die neue Freundin des Ex. Aber auch darum, sich wieder auf sich selbst zu konzentrieren. Es sind die Worte die Gracie Abrams gewählt hat und ihre lässige Performance, die den Song für unseren Popmusikexperten Udo Dahmen so besonders machen.

  • „Uranus“ - Klaus Doldingers Passport

    Klaus Doldinger war einer der ganz großen Jazzmusiker, Komponisten und Bandleader. Im Oktober ist er im Alter von 89 Jahren gestorben.

  • Kein Weihnachten ohne „Last Christmas“ von der britischen Band Wham!

    „Last Christmas“ von der britischen Band Wham! ist DER Weihnachtspopsong schlechthin und er wurde vielfach gecovert - Coldpay, Kim Wilde, Kylie Minogue sowie Ariana Grande, Boss Hoss und Taylor Swift haben neben vielen anderen diesen Erfolgstitel interpretiert. Aber das Original konnten sie alle nicht verdrängen. Hinter der Band Wham! verbergen sich George Michael und Andrew Ridgely.
    Michael komponierte den Song in seinem ehemaligen Kinderzimmer, als er seine Eltern einmal besuchte. Und auch die Produktion hat der hervorragende Sänger zu 90 % übernommen - er hat den Solopart gesungen und fast alle Instrumente selbst im Studio eingespielt.
    Dass „Last Christmas“ zum Evergreen in der Weihnachtszeit wurde, lässt schmunzeln. Der Titel hieß ursprünglich „Last Easter“, wurde erst im Nachhinein auf Weihnachten übertragen, im August 1984 schließlich in einem mit Weihnachtsrequisiten ausgestatteten Studio umgesetzt - dabei spielt das Weihnachtsfest im Song nur am Rande eine Rolle. Denn im Text geht es in erster Linie um eine aussichtslose Liebe.

Erstmals publiziert am
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Autor/in
SWR