Wale sind Tiere der Superlative! Sie gehören zu den größten Lebewesen unseres Planeten. Sie durchkreuzen sämtliche Weltmeere und tauchen ab in die größten Tiefen. Sie sind die einzigen Säugetiere, die ihr gesamtes Leben im Wasser verbringen, haben ein höchst ausdifferenziertes Sozialleben und kommunizieren über gewaltige Strecken. Mit all diesen Fähigkeiten faszinieren diese Giganten der Meere uns Menschen schon immer. Aber sie erschrecken uns auch – allein schon wegen ihrer gewaltigen Größe – und regen uns an zu Mythen, Märchen und Legenden. Und: Als "Hüter der Ozeane" spielen Wale eine Schlüsselrolle im marinen Ökosystem.
Die Matinee in SWR Kultur atmet tief ein und taucht ab in die fantastische Welt der Wale:
Wir besuchen den Sylter Walpfad, der den Blick freigibt auf das erste Walschutzgebiet Europas, denn vor Sylt tummeln sich regelmäßig Schweinswale. Wir sprechen über die erstaunliche Biologie der Wale, deren engste Verwandte übrigens Flusspferde sind, und erfahren viel über deren erstaunliche soziale und kommunikative Fähigkeiten. Wir hören von einem weißen Beluga-Wal, der sich 1966 im damals noch völlig verschmutzten Rhein verschwommen hat.
Wir diskutieren über die Verbindung von Waljagd, Literatur und Walforschung, wir betrachten das Skelett eines Blauwals und fragen, wie Jona im Bauch eines Wals überlebt haben soll. Wir erkunden das therapeutische Spektrum der Walgesänge und wir lassen uns erzählen, wie es ist in direktem Kontakt mit Pottwalen zu tauchen. Und zum Schluss hören wir vom Phänomen eines Wal-Phantoms: Der so genannte 52-Hertz-Wal geistert seit Jahrzehnten durch den Pazifik und kommuniziert auf einer höheren Frequenz als alle anderen Wale. Gesehen wurde er noch nie – nur gehört. Deshalb gilt er vielen auch einfach nur als einsamster Wal der Welt.
Gesprächspartner der Sendung sind der Biologe Fabian Ritter, Autor des Buches "Wir Wale", der Historiker und Kulturwissenschaftler Felix Lüttge vom Deutschen Historischen Institut in London, der u.a. zu Geschichte und Gegenwart des Walfangs geforscht hat, und die Biologin, Freitaucherin und Filmemacherin Martina Andrés, die ohne Sauerstoffgerät mit Pottwalen getaucht ist.
Redaktion: Georg Brandl
Musikredaktion: Leonie Klein
Musikliste:
Erste Stunde:
Irving Berlin
How deep is the ocean (how high is the sky)
Modern String Quartet
Upsolute Music Records, UMR 112
LC 08396
Gustav Jenner
3. Satz: Allegretto grazioso
Aus: Sonate für Klarinette und Klavier G-Dur, op. 5
Martin Litschgi (Klarinette)
Iryna Krasnovska (Klavier)
MDG, MDG 6031343-2
LC 06768
Frode Fjellheim
Under the arctic moon
Bearbeitet für Violine und Orchester
Eldbjørg Hemsing (Violine)
Arctic Philharmonic Orchestra
Christian Kluxen (Dirigent)
Sony Classical, 19439936082
LC 06868
Auguste Franchomme
Nocturne für Violoncello und Klavier, op. 15 Nr. 3
Anner Bylsma (Violoncello)
Lambert Orkis (Klavier)
Sony Classical SK 53980
LC 06868
Jacques Offenbach
Ouvertüre
Aus: Die Rheinnixen
Leipziger Symphonieorchester
Nicolas Krüger (Dirigent)
Genuin, GEN 20698
LC 12029
Ludovico Einaudi
Stella del mattino
Jeroen van Veen (Klavier)
Brilliant Classics, 9452
LC 09421
Nikolaj Rimskij-Korsakow
1. Satz: Das Meer und Sindbads Schiff
Largo e maestoso – Lento – Allegro non troppo – Tranquillo
Aus: Scheherazade. Sinfonische Suite nach Tausendundeiner Nacht für Orchester, op. 35
Natalie Chee (Violine)
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR
Dmitrij Kitajenko (Dirigent)
faszination musik, SWR19138CD
LC 10622
Zweite Stunde:
Dizzy Krisch
Clear water
Dizzy Krisch (Vibraphon)
Karoline Höfler (Double bass)
mochermusic, MOM-0035
LC 30621
Johann Sebastian Bach
3. Satz: Courante
Aus: Partita für Klavier Nr. 6 e-Moll, BWV 830
Víkingur Ólafsson (Klavier)
Deutsche Grammophon, 4867411
LC 00173
Henry Mancini
Arctic whale hunt
Cincinnati Pops Orchestra
Erich Kunzel (Dirigent)
Telarc, 60682
LC 05307
Robert "Bob" MacGimsey
Jonah and the whale
Louis Armstrong (Gesang)
The All Stars (Ensemble)
Sy Oliver Choir
Sy Oliver (Dirigent)
MCA Records, MCD 01300
LC 01056
Georges Bizet
Que l’aspect du danger. Rezitativ und Gebet (Vasco de Gama, Léonard, Alvar, Chor)
Auszug aus: Vasco de Gama. Odensinfonie für Sopran, Tenor, Bass, Chor und Orchester
Mélissa Petit (Sopran)
Cyrille Dubois (Tenor)
Thomas Dolié (bar)
Vlaams Radio Koor (Chor)
Orchestre National de Metz
David Reiland (Dirigent)
Ediciones Singulares, BZ1059
LC 29254
Lydie Auvray
Poseidon
Lydie Auvray (chromatisches Knopfakkordeon) und Ensemble
Ariola118961-2
LC 00116
Robert Schumann
4. Satz: Allegro molto vivace
Aus: Sinfonie Nr. 2 C-Dur, op. 61
Staatskapelle Berlin
Daniel Barenboim (Dirigent)
Teldec 2564-61179-2
LC 03706
Dritte Stunde
N. Artamonov
The Wave
Aus: Soviet retro - Coffee House Music from Soviet Times
White Nights Brass (Ensemble)
Memo Music, MM 6099
LC 08867
Bob Fenton
Blue Whale
BBC Concerta Orchestra
Bob Fenton (Dirigent)
Decca, 473010-2
LC 00171
Johannes Bigge
Deep deep down
Johannes Bigge Trio
NWOG Records, Indigo CD 253072
LC 77779
Richard Wagner
Selig, wie die Sonne. Quintett, 3. Akt
Bearbeitet für Blechbläser-Ensemble und Schlagzeug
Aus: Die Meistersinger von Nürnberg, WWV 96. Oper in 3 Aufzügen
German Brass (Ensemble)
Berlin Classics, 0300533 BC
LC 06203
Alexey Shor
2. Satz: Lonely Sail
Fassung für Violoncello und Orchester aus Seascapes
Narek Hakhnazaryan (Violoncello)
Wiener Symphoniker
Tigran Hakhnazaryan
Ars Produktion, ARS38683
LC 06900
Dmitrij Schostakowitsch
2. Satz: Allegro molto, attacca
Aus: Kammersinfonie für Streichorchester, op. 110a
SWR Symphonieorchester
Michael Sanderling (Dirigent)
SWR-Eigenproduktion
Ludwig van Beethoven
4. Satz: Allegro ma non troppo, Finale Sinfonie Nr. 4 B-Dur, op. 60
Wiener Philharmoniker
Claudio Abado (Dirigent)
Deutsche Grammophon 427306-2
LC 00173