Als am 18. Mai 1966 ein Schifffahrtskapitän einen weißen Wal im Rhein gemeldet hat, dachten alle an einen verspäteten Aprilscherz. Doch die Nachricht war kein Fake: Schnell waren Wasserpolizei und Schaulustige zur Stelle und die Medien berichteten über "Moby Dick im Rhein". Der damalige Direktor des Duisburger Zoos machte sich auf die Jagd nach dem Beluga-Wal, der sich offenbar verschwommen haben muss. Allerdings war der Rhein damals so dreckig, dass man das Tier nur selten zu sehen bekam. Und wenn, dann hatte es zunehmend Hautausschlag von der dreckigen Phenol-Brühe, die der Rhein damals noch war. Daniel Stender erzählt die verrückte und sogar auf kölsch besungene Geschichte von Moby Dick im Rhein, die nicht zuletzt auch ein neues Umweltbewusstsein ausgelöst hat.