Podcast

Stolpersteine

Der Künstler Gunter Demnig verlegt Stolpersteine an Orten, an denen Opfer der NS-Zeit gelebt haben. SWR2 (heute SWR Kultur) ging in einem großen Hörfunkprojekt von 2013 bis 2015 einzelnen Lebensgeschichten nach, die sich zwischen Geburts- und Todesdatum auf den Stolpersteinen verbergen. Durch Gespräche mit überlebenden Familienmitgliedern, Briefe und Tagebucheinträge wurden Fragmente der Biografien hörbar.

Teilen

Stand
  • Otto Rosenberg, Kehl

    Die Nazis nahmen dem Filmschaffenden Otto Rosenberg sein gesamtes Hab und Gut und seinen Arbeitsplatz.

  • Alfred Levy, Klingenmünster

    Er war sein Leben lang mit seinem Pferdegespann als fahrender Händler in der Südpfalz unterwegs. 1940 wurde er mit seinem Bruder in das Internierungslager Gurs deportiert.

  • Anneliese Hoevel, Koblenz

    Zusammen mit ihrem Mann gründete sie eine Widerstandsgruppe. 1942 wurde das Ehepaar hingerichtet.

  • Elsa Wolf, Baden-Baden

    Ihre Kinder konnte sie retten, sie selbst überlebte – ohne ihren Mann, der deportiert worden war – unter abenteuerlichen Umständen in Frankreich.

  • Marcel Couasnard, Fellbach im Remstal

    Der französische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter wurde kurz vor Kriegsende ermordet.

  • Cyril William Sibley, Dirmstein

    Der britische Soldat überlebte den Absturz seiner Maschine. Er wurde von Nationalsozialisten in Dirmstein gelyncht.

  • Johann Dötsch, Koblenz

    Ein Sozialdemokrat, der sich trotz Konzentrationslager und Todesmarsch nicht mundtot machen ließ.

  • Eva Mendelssons Erinnerungen an die Deportation nach Gurs

    Eva Mendelssons Erinnerungen an die Deportation nach Gurs

  • Friedrich Enchelmayer, Stuttgart

    Von Beruf war er Dreher. Als Homosexueller wurde er seit 1934 verfolgt und 1940 im KZ Neuengamme ermordet.

  • René Billet, Fellbach im Remstal

    Der französische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter wurde wenige Tage vor Kriegsende hingerichtet.

  • Otto Reize, Karlsruhe

    Der Polizeiwachtmeister wurde als SPD-Mitglied von den Nazis mehrfach verhaftet. 1939 beging er Selbstmord.

  • Leontine Goldschmidt, Heidelberg

    Sie und ihr Ehemann legten den Grundstein für das Heidelberger Völkerkundemuseum. Es gibt aber wenig, das an sie erinnert. Dafür haben die Nationalsozialisten gesorgt.

  • Suse Rosen, Stuttgart

    Im Alter von 23 Jahren durfte Susanne Rosenthal (Künstlername Suse Rosen) ihren Beruf als Tänzerin nicht mehr ausüben und emigriert in die Schweiz.

  • Emma Wippler, Konstanz

    Die sechsfache Mutter erkrankte psychisch und wurde deshalb von den Nationalsozialisten ermordet.

  • Heimweh

    Esther Cohns jüngere Schwester Eva, die 1937 gerade erst in Offenburg in die Schule gekommen war, musste nach der Reichspogromnacht auf die jüdische Schule in Freiburg gehen. Heute lebt Eva Mendelsson in England.

  • Oswald Link, Stetten im Remstal

    Oswald Link büßte im Ersten Weltkrieg seine Gesundheit ein und wurde als arbeitsscheu stigmatisiert. Von einem Arztbesuch kehrte er nicht zurück.

  • Friederike Niedermann, Karlsruhe

    Das Krankenhaus ihrer Eltern, in dem sie als Krankenschwester arbeitete, wurde von den Nationalsozialisten zur Polizeistation umfunktioniert. Ihr Wissen half ihr im Lager.

  • Herta Mansbacher, Worms

    Die Lehrerin setzte sich mutig für "ihre" Kinder an der jüdischen Schule in Worms ein.

  • Ernst Friedrich Beurer, Stetten im Remstal

    Der Behinderte Ernst Friedrich Beurer wurde 1931 in die Heilanstalt Stetten eingewiesen und am 10. September 1940 in Grafeneck ermordet.

  • Albert Niedermann, Karlsruhe

    Drei Jahre lang wurde Albert Niedermann in verschiedenen französischen Lagern interniert, bis er 1943 in Majdanek ermordet wurde.

  • Ludwig Herr, Kornwestheim

    Der Kommunist Ludwig Herr wurde Anfang 1933 zusammen mit seinem Sohn in verschiedene KZ's gebracht. Er überlebte die Nazizeit nicht.

  • "Mann, der in die Welt gepasst hat"

    "Mann, der in die Welt gepasst hat"

  • Stolperstein Särle Levi, Münsingen

    Einige wähnten sich sicher, weil sie betagt waren. Angehörige im Exil konnten nicht helfen.

  • Stolperstein Maria Leins, Horb am Neckar

    Die alleinerziehende Mutter wurde wegen "Rassenschande" verhaftet, als ihr Sohn drei Jahre alt war. Als sie Anfang 20 war wurde sie beim Küssen eines polnischen Zwangsarbeiters beobachtet, denunziert und ins KZ Ravensbrück verschleppt.

  • Elisabeth Emter, Freiburg

    Als Zeugin Jehovas wurde sie im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück ausgehungert und verprügelt. Aber sie behielt ihren Glauben bei.

  • Hans Bernd, Koblenz

    Wenige Monate vor seinem Tod schließt er Frieden mit seiner Heimat Koblenz.

  • Senta Bernd, Koblenz

    Senta Bernd kann ihre drei Kinder ins sichere Ausland schicken. Sie selbst wird in Auschwitz ermordet.

  • Dr. Hugo Bernd, Koblenz

    Auch während er bereits von den Behörden verfolgt wurde, versuchte er seine Patienten weiter zu behandeln.

  • Peter Erlanger, Ravensburg

    Sein Deutschlehrer lässt die Schüler konjungieren: Der Jude lügt.

  • Dr. Ludwig Erlanger, Ravensburg

    Er kommt nur einmal nach Ravensburg zurück, besucht dabei aber nicht seinen ehemaligen Gutshof.

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
SWR