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Stolpersteine

Der Künstler Gunter Demnig verlegt Stolpersteine an Orten, an denen Opfer der NS-Zeit gelebt haben. SWR2 (heute SWR Kultur) ging in einem großen Hörfunkprojekt von 2013 bis 2015 einzelnen Lebensgeschichten nach, die sich zwischen Geburts- und Todesdatum auf den Stolpersteinen verbergen. Durch Gespräche mit überlebenden Familienmitgliedern, Briefe und Tagebucheinträge wurden Fragmente der Biografien hörbar.

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Stand
  • Lilly Jank, Karlsruhe

    Die einst so beliebte Operettendarstellerin endet im Konzentrationslager Ravensbrück und wird nur 37 Jahre alt.

  • Jakob Reiter, Mannheim

    Nach monatelangem Warten wird ihm der Prozess wegen Hochverrats gemacht. Angeblich hatten nicht einmal seine Denunzianten mit einem Todesurteil gerechnet.

  • Stefan Meier, Freiburg

    Als der Sozialdemokrat beim Friseur um die Ecke festgenommen wird, ist er nicht etwa auf der Flucht, wie es die Zeitung tags darauf behauptet, sondern leistet keinen Widerstand.

  • Michael Freund, Schriesheim

    Die Nationalsozialisten hatten seine Zukunft verbaut: Er sah keinen Ausweg als den Freitod.

  • Mayer Nathan Händler, Ludwigshafen

    Ihm gelingt es, ein neues Leben zu beginnen, doch die Trauer um Schwester Selma und seine eigene verlorene Jugend bleibt.

  • Frieda Adelsberger, Hockenheim

    Die Ehe mit einem "Arier" bedeutet zunächst Sicherheit. Als der Ehemann sie aber verlässt, beginnt eine Abwärtsspirale für Frieda Adelsberger.

  • Margarete Seitz, Freiburg

    Den Verkauf von Backwaren und Süßigkeiten auf Märkten nutzte sie auch zum Schmuggel von kommunistischen Flugschriften.

  • Lilli Michel, Ludwigshafen

    Ihre letzte Karte schrieb sie 1942 aus dem Lager Travniki bei Lublin.

  • Hertha Wiegand, Offenburg

    Ihr Stolperstein wird 2012 gestohlen, aber dank einer Spende des ACK am 11.1.2013 ersetzt.

  • Lina Goldfisch, Bad Ems

    Die Verpflegung von Hotelgästen mit rationierten Lebensmitteln gerät zum Kunststück.

  • Eugen Goldfisch, Bad Ems

    Als Gunter Demnig für Eugen Goldfisch und seine Frau im April 2011 einen Stolperstein verlegt, reist Enkelin Su Goldfish aus Sydney an.

  • Ruth Schwarzhaupt, Konstanz

    Ruth und ihr älterer Bruder Max können 1938 mit einem Kinderhilfstransport in die nahe Schweiz ausreisen.

  • Maria Zeitler, Mosbach

    In der Urne war ganz sicher nicht Marias Asche, aber Vater und Mutter wollten etwas in der Hand haben, begraben und betrauern.

  • Anna Rieg, Stuttgart

    Im Alter von 56 Jahren beginnt ihre Krankheitsgeschichte, ihr Leben endet schließlich in der "Pflege- und Heilanstalt" Grafeneck.

  • Herbert Mannheimer, Mainz

    60 Jahre lang bleibt der kleine Koffer verschlossen – dann fahndet die Französin Elise Spivac nach dem früheren Besitzer – und findet in New York seine Tochter.

  • Ursula Michel, Ludwigshafen

    Erst nach dem Krieg erfuhr sie, warum ihre Eltern und Schwester plötzlich nicht mehr schrieben.

  • Andreas Bückle, Münsingen-Trailfingen

    Im Ersten Weltkrieg hatte er in einer Schlacht bei Nancy offenbar Dinge erlebt, die ihn für alle Zeiten prägten.

  • Gerhard Durlacher, Baden-Baden

    Ehefrau Anneke und Tochter Jessica Durlacher erinnern sich an das Leben mit einem Überlebenden.

  • Esther Cohn, Offenburg

    In Theresienstadt werden die Fotos von der Familie zur inneren Heimat: "Ich habe meine Bilder bei mir und schaue sie immer an, das weckt so schöne Erinnerungen an zu Hause."

  • Fanny Grötzinger, Freiburg

    Mit 77 Jahren wurde die Freiburger Jüdin im Oktober 1940 in das französische Lager Gurs deportiert. Wegen der schlechten Bedingungen starb sie drei Jahre später.

  • Rudolf Tonello, Baden-Baden

    Weil er psychisch krank war, musste er qualvoll sterben.

  • Maria Reinhardt, Stuttgart

    Ein unerlaubter Besuch bei ihrem Verlobten wird ihr zum Verhängnis.

  • Emil Markus, Stuttgart

    Im Januar 1944 wird Emil Markus mit vielen anderen Stuttgarter Juden in einem Sammeltransport vom Killesberg aus nach Theresienstadt transportiert.

  • Ludwig Moldrzyk, Mannheim

    Jede Spur des Widerstandskämpfers sollte ausgelöscht werden: Er wurde als "unbekannter Verbrecher" der Heidelberger Anatomie überstellt.

  • Auguste Köhler, Baden-Baden

    Die Inhaberin des rituell geführten Hotels Tannhäuser erkannte zu spät wie prekär ihre Lage in Deutschland war.

  • Enkeltochter Ruth aus Israel erzählt

    Wie so viele andere deutsche Juden, die so genannten Jeckes, wurden die Nachmanns Teil der deutschen Kolonie auf dem Carmel. Enkeltochter Ruth Selka erzählt vom Leben zwischen zwei Kulturen und einer Variante der deutschen Sprache, für die es seit Neuestem ein Lexikon gibt.

  • "Das wirkliche Gesicht von Gerhard" (1)

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  • Vater-Sohn-Konflikte (2)

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  • Fototermin (3)

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  • Der Stolz des Vaters (4)

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
SWR