SWR2 Archiradio
Der Erste Weltkrieg
Dank an die Funktionäre des österreichischen Roten Kreuzes
Der österreichische Generaloberst Leopold Salvator spricht im Auftrag des Kaisers den Funktionären des Roten Kreuzes "den wärmsten Dank für die tatkräftigen Leistungen" aus.
Anlass ist der Tätigkeitsbericht des Jahres 1915. Aufgenommen 1916.
Deutsches Rundfunkarchiv Länge: 1 Minute
Inhalt
Spricht den Dank für den Tätigkeitsbericht des Jahres 1915 im Namen des Kaisers aus / Höchste Anerkennung für die erzielten Ergebnisse / Das Rote Kreuz hat sich um die "heldenhaft kämpfenden Armeen" Verdienste erworben
Der Original-Plattentitel lautete: "Seine Kaiserl. Hoheit Erzherzog Franz Salvator spricht im Auftrag Seiner Majestät Kaiser Franz Josef I. allen Funktionären des Roten Kreuzes für die tatkräftigen Leistungen den wärmsten Dank aus".
Hintergrund:
Im Verlauf des ersten Weltkriegs war das österreichische Rote Kreuz hauptsächlich in den militärischen Sanitätsdienst integriert, auch der Betrieb von Sanitätsanstalten im gesamten Hinterland war Aufgabe des Roten Kreuzes. In Niederösterreich beispielsweise verzeichnete man in den ersten fünf Kriegsjahren insgesamt 305.485 Patienten in den Sanitätsanstalten, das waren 25.1 Prozent der gesamten vom Roten Kreuz betreuten Verletzten und erkrankten Soldaten. Nach Beginn des ersten Weltkriegs wurde auch der zivile Rettungs- und Krankentransportdienst strukturiert. Alle Feuerwehrlandesverbände wurden an das Rote Kreuz angeschlossen. Eine weitere Aufgabe des Roten Kreuzes war ab 1917 die Kur- und Bäderfürsorge für heeresentlassene Kriegskranke.
Im Ersten Weltkrieg waren mehr Sanitätssoldaten im Einsatz als in jedem Krieg zuvor. Die große Zahl Verwundeter und die lange Kriegsdauer zwangen Regierungen und Hilfsorganisationen, vielfältige medizinische Dienste zu organisieren. Tausende Gebäude wurden requiriert, die Krankenpflege zu einem wichtigen Gebiet der Kriegsarbeit.
Aufnahmedatum: 1916
Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv (DRA)
1915 Rede von Hötzendorf: Über den Zusammenhalt aller Völker Österreich- Ungarns
1915 | Viele Nationalitäten des Vielvölkerstaats Österreich-Ungarn – Tschechen, Slowenen, Polen, Rumänen, Südslawen – standen den Gegnern des Habsburger Reiches durch Sprache und Kultur sehr nahe. Die Bestrebungen nach Eigenständigkeit werden vom Redner völlig ignoriert.
Franz Graf Conrad von Hötzendorf (1852 - 1925) war seit 1906 Chef des österreichisch-ungarischen Generalstabes. Er galt als Verfechter weitreichender Kriegsziele der k.u.k Monarchie und schlug bereits vor 1914 – vergeblich – Präventivkriege gegen Italien und Serbien vor.
Die Konzentration von Truppen an der serbischen Grenze, während russische Armeen auf Galizien zumarschierten, war ein strategischer Fehler. Im Mai 1915 konnten die an Russland verlorenen Gebiete zwar zurückerobert werden, aber nur unter großen Verlusten. Seine Offensive gegen Italien 1916 endete mit einem Fehlschlag; die deutsche Heeresleitung übernahm den Oberbefehl an allen Fronten, Hötzendorf wurde 1917 zum Befehlshaber der Trentino-Front degradiert.
9.6.1915 Die Erstürmung einer russischen Stellung (Hörbild)
9.6.1915 | "Nach dreitägigen Kämpfen holen wir zum letzten Schlag aus, um diese russische Position zu erstürmen. Soldaten, denkt an Eure Kameraden, die sich bisher geopfert haben, um uns den Weg hierher frei zu machen. Die Opfer dürfen nicht umsonst gewesen sein. [...]"
1915 Politisches Wiener Kabarett
1915 | Zu den gängigen Melodien wie "Oh Tannenbaum" singt das Kabarett pseudolustige Verse. Die Gegner haben "die Hosen voll" und die Russen "kriegen was auf die Goschen". Das von einem unbekannten Sänger mit Klavier begleitete Lied von 1915 thematisiert die Anfangserfolge der Mittelmächte in den ersten beiden Kriegsjahren.
24.5.1915 Aufruf an die Truppen der österreichischen Südwestfront
24.5.1915 | Redner ist Franz Freiherr von Rohr. Er erhielt nach der Kriegserklärung Italiens an die Mittelmächte Deutschland und Österreich-Ungarn den Befehl über die Armeegruppe, die seinen Namen trug. Italien war seit 1882 mit Deutschland und Österreich im Dreibund vertraglich gebunden, das Bündnis ist de jure 1915 beendet, als Italien auf der Seite der Entente-Mächte England und Frankreich in den Krieg eintritt.
12.7.1915 / 17.3.1918 Alexander von Linsingen übernimmt das Kommando über die Bugarmee
12.7.1915 / 17.3.1918 | Alexander von Linsingen übernimmt die Bugarmee mit der Zuversicht, dass die bewährten Führer und Truppen auch weiterhin die Armee zum Sieg und zur Vernichtung des Feindes führen werden. Nachgesprochen und aufgezeichnet im März 1918.