29.4.1933

Goebbels-Vertrauter Wilhelm Müller-Scheld: Abrechnung mit Nazi-Gegnern

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Von Autor/in ARD Archivradio

Im Südwestdeutschen Rundfunk in Frankfurt wird die Hakenkreuz-Fahne ausgerollt. Der Nationalsozialist Wilhelm Müller-Scheld, ein enger Vertrauter von Propaganda-Chef Joseph Goebbels, spricht vor Angestellten des Südwestfunks.

Propagandaplakat zum 1. Mai, dem "Tag der Nationalen Arbeit": Ein Mann hält in der rechten Hand einen Hammer, der auf einem Amboss liegt, mit der linken eine Hakenkreuzfahne (Illustration, um 1935)
Propagandaplakat zum 1. Mai, dem "Tag der Nationalen Arbeit", mit Hakenkreuzfahne, um 1935

Seine Hetzrede beginnt mit einer Abrechnung mit den "jüdischen Marxisten", die Tausende von Menschen ermordeten oder verletzten. "Wer unsere Hakenkreuzfahne angreift, der greift unsere Bewegung an. Wer die Hakenkreuzfahne antastet, der muss gnadenlos zusammengeschlagen werden."

Archivradio Der Rundfunk 1933 – Vom Massenmedium zum NS-Propagandainstrument

Das Radio ist das neue Massenmedium der Zeit. Als die Nazis im Januar 1933 an die Macht kommen, beginnen sie deshalb sofort damit, den Rundfunk auf Linie zu bringen. Das gelingt ihnen erstaunlich gut und schnell.

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Maximilian Schönherr