Joseph Goebbels, Propagandaminister und Chef von Rundfunk und Presse in Hitlers Deutschland, besucht, flankiert von SA und SS, den Bayerischen Rundfunk.
Der Originalton beginnt mit einer Reportage vor dem Riemerschmidbau, dem Funkhaus in München. Der Intendant Richard Kolb feiert Goebbels als Eroberer Berlins.
Treue von Führer und Volk. Betriebszellenleiter Kronzucker: Rundfunk für das heißgeliebte Deutschland. Wirtschaftsminister Esser: München ist keine Provinzstadt mehr, sondern die Zentrale der nationalen Erhebung. Hitler war Trauzeuge bei Essers Hochzeit. Wir haben in Bayern eine Nazi-Presse und einen Nazi-Rundfunk. Die Partei ist der Staat.
Goebbels will das Volk zum Staatsvolk machen. Dem deutschen Rundfunk als Massenbeeinflussungsorgan verdankt die Partei den Sieg in der Wahl vom 15. März. Er, Goebbels, habe den Rundfunk gerettet, indem er dafür eintrat, dem Rundfunk "eine Tendenz zu geben". Er brüllt, dass die Tendenz dem Volk aufgezwängt werden müsse. Starke Zunahme der Hörerschaft in den letzten zwei Monaten. Bayern und Preußen sind keine Konkurrenten mehr.
Rundfunkgeschichte
Archivradio Der Rundfunk 1933 – Vom Massenmedium zum NS-Propagandainstrument
Das Radio ist das neue Massenmedium der Zeit. Als die Nazis im Januar 1933 an die Macht kommen, beginnen sie deshalb sofort damit, den Rundfunk auf Linie zu bringen. Das gelingt ihnen erstaunlich gut und schnell.