11.7.1995

Srebrenica vor dem Massaker – Serben nehmen die Stadt ein

Teilen

Stand

Von Autor/in ARD Archivradio

Mord an 8.000 Bosniaken

Das Massaker von Srebrenica 1995 gehört zu den dunkelsten Momenten der Jugoslawienkriege in den 1990er-Jahren. 8.000 Bosniaken wurden ermordet.

UNO-Blauhelm-Truppen können Verbrechen nicht verhindern

Das war im Juli 1995 auch eine Blamage für die UNO-Blauhelmtruppen. Fast 2 Jahre lang war die Stadt Srebrenica im Bosnienkrieg Teil einer UN-Schutzzone im Osten des Landes. Doch die Situation blieb prekär und die Blauhelme waren für ihre Aufgabe nicht ausreichend gerüstet, um das Vordringen der bosnisch-serbischen Armee zu verhindern. Die Blauhelme forderten noch Luftunterstützung von der NATO an – die kam auch, konnte aber die Einnahme durch die bosnisch-serbische Armee nicht verhindern.

Für die ARD berichtet damals Anke Mai. Die Sorge vor einem bevorstehenden Massaker spricht sie im Gespräch mit dem SDR schon offen aus.

Erinnerung an die Opfer des Völkermords: Beim Massaker von Srebrenica kamen während des Bosnienkriegs am 11. Juli 1995 8.000 Bosniaken ums Leben. Serbische Soldaten ermordeten fast ausschließlich bosnische Männer und Jungen.
Erinnerung an die Opfer des Völkermords: Beim Massaker von Srebrenica kamen während des Bosnienkriegs am 11. Juli 1995 8.000 Bosniaken ums Leben. Serbische Soldaten ermordeten fast ausschließlich bosnische Männer und Jungen.

30. Internationaler Gedenktag Srebrenica – Wie das Massaker von 1995 Bosnien bis heute entzweit

30 Jahre ist das Massaker von Srebrenica her – für die internationale Gemeinschaft ein Völkermord. Doch viele Serben sehen das bis heute anders. Der Streit um die Geschichte spaltet die Menschen auf dem Balkan.

Das Wissen SWR Kultur

30.8.1995 NATO startet ersten Kriegseinsatz in Europa gegen bosnische Serben

30.8.1995 | Mitte der 1990er-Jahre ist das ehemalige Jugoslawien schon weitgehend zerfallen. Die serbische Führung in Belgrad versucht jedoch, so viel Territorium wie möglich unter der eigenen Kontrolle zu behalten.