Immer mehr Menschen verlassen die politische Mitte und wandern zu den Rändern des Parteienspektrums. Warum?
Die Politische Psychologie zeigt, dass nicht nur Fakten und Argumente unsere Meinungsbildung beeinflussen. Auch Emotionen und Bedürfnisse prägen unsere politische Haltung. Einsamkeit, Lebenskrisen oder das Gefühl mangelnder Anerkennung entscheiden mit darüber, wie Menschen die Welt sehen – und wo sie sich politisch zugehörig fühlen.
Ob wir eher konservativ, progressiv oder extrem eingestellt sind, liegt zudem an angeborenen Eigenschaften. Die Neuropolitik sagt sogar: Prozesse im Gehirn können die Anfälligkeit für extreme Einstellungen und Populismus vorhersagen.