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Taktische Nuklearwaffen – Welche Folgen hätte ein begrenzter Atomkrieg?

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Von Autor/in Michael Hänel

Im Krieg gegen die Ukraine droht Russland damit, Nuklearwaffen einzusetzen. Dabei geht es nicht um Armageddon, also um die Zerstörung der Welt im nuklearen Feuersturm, sondern um taktische Nuklearwaffen (non-strategic nuclear weapons/NSNW), die zwar massive Zerstörungskraft haben, aber angeblich nur begrenzt wirken.

Solche Waffen sind auch Teil der russischen Kriegsplanung gegen das Baltikum, Finnland und Polen. Seit Jahren sind sie im Westen Russlands und in Belarus stationiert. NATO und Europa nehmen die Drohungen sehr ernst. Militär und Forschung erörtern, welche Auswirkungen der Einsatz dieser Waffen hätte.

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3. bis 5.4.2009 Barack Obamas Vision einer atomwaffenfreien Welt

3. bis 5.4.2009 | Als Ende 2008 Barack Obama zum neuen US-Präsidenten gewählt wird, setzen viele große Hoffnungen in den jungen Charismatiker. Wie sehr er Menschen begeistern kann, zeigt sich auch bei seinem Europa-Besuch Anfang April 2009. Obama ist noch keine drei Monate im Amt und überrascht die Welt mit einem großartig klingenden Plan, den er auf einer Rede vor 4.000 Jugendlichen am 3. April in Straßburg erstmal nur andeutet: Er werde beim EU-USA-Gipfel in Prag Vorschläge für eine Welt ohne Atomwaffen unterbreiten.
Nicht nur die Jugendlichen in Straßburg sind begeistert, auch der damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier zeigt sich erfreut über dieses "Signal von großer Tragweite". Endlich sei das Abrüstungsthema wieder auf der Tagesordnung.
Barack Obama reist von Straßburg weiter zum NATO-Gipfel nach Baden-Baden und von dort weiter zum EU-USA-Gipfel nach Prag. Dort führt er seinen Gedanken vor 20.000 Zuschauern noch etwas weiter aus.
Noch im selben Jahr bekommt er für seine Abrüstungsideen den Friedensnobelpreis – von dem später viele sagen werden, dass das viel zu früh war. Denn rückblickend betrachtet war es nicht mehr als ein großes Versprechen: eine charismatische Rede, aus der nichts weiter wurde.

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Michael Hänel