Redewendung

Woher kommt der Ausdruck "blau machen"?

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Von Autor/in Rolf-Bernhard Essig

Vom Färberwaid und den Färbergesellen

Blaumachen ist ein sehr umstrittenes Terrain, denn es gibt für den Ausdruck unterschiedliche Erklärungen. Die schönste ist die von den Färbergesellen, die beim Färben mit Färberwaid warten mussten, bis die Tuche, die durch Oxidation erst mal gelb werden, sich blau färbten. Dann erst können sie weiterverarbeitet werden. Diese freie Wartezeit hätten sich die Gesellen dann unter anderem mit Trinken vertrieben. Und so habe sich dann der "blaue Montag" herausgebildet.

Feiernde Gesellen am freien Montag im blauen Gewand

Es gibt noch einen älteren Ausdruck: der "gute Montag". Dabei handelt es sich um einen Tag, der den Gesellen von den Meistern zugestanden werden sollte zur Fortbildung, aber auch, um sich um eigene Dinge kümmern zu können. Angeblich jedoch – jedenfalls haben das viele Stadtobere behauptet – hätten Gesellen das ausgenutzt, um zu trinken und zu feiern, und sie haben so den Werktag zu einem Feiertag gemacht. Die Feiertagskleidung war im Gegensatz zu dem braunen oder grauen Alltagskleid das blaue Kleid.

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