Sprichwort

"Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand" – woher kommt das?

Teilen

Stand

Von Autor/in Rolf-Bernhard Essig

Das kenne ich selbst von meinem Vater, der Seemann war und die ganze Welt umsegelt hat. Und der wusste auch genau dieses Problem. Also auf hoher See, da muss man natürlich immer auf Gott vertrauen, weil man in solcher Gefahr ist. Und das hat man verglichen mit dem Gericht. Der normale Mensch, der ist ja da auch völlig verloren. Der kennt sich nicht aus, fühlt sich in lauter Fallstricke gefangen.

Und es gibt ein schönes Sprichwort, das heißt vor Gericht braucht man drei Säcke. Einen mit Papier, einen mit Geld und einen mit Geduld.

Sprache Woher kommt der Begriff "Seemannsgarn"?

Es geht darum, Taue in einer komplizierten Art und Weise der Flechttechnik wieder zu verbinden. Diese Taureparatur hat man miteinander an Bord gemacht und sich dabei Geschichten erzählt – Döntjes, wie man im Norden sagt. Von Rolf-Bernhard Essig

Nautik Wie misst man im Meer den Seegang, also die Höhe der Wellen?

Lange haben Seeleute das einfach mit Augenmaß gemacht. Sie haben auf die Wellen geschaut und aufgrund ihrer Erfahrung den Seegang geschätzt. Heute gibt es verschiedene Methoden.

Redewendung Warum "drücken" wir jemandem "die Daumen"?

Den Ausdruck "jemandem die Daumen drücken" kannten schon die alten Römer. Für die hatte das Daumendrücken zu tun mit "jemandem Glück wünschen", "jemanden in Gedanken unterstützen".

Redewendung Warum sagt man: "Dir fällt kein Zacken aus der Krone"?

Ursprünglich geht es hier um den Brautkranz. Der ist oft mit schönen Steinen oder Perlen geziert. Aber was hat es mit dem Zacken auf sich?

Redensarten Woher kommt der Ausdruck "Heilig’s Blechle!"?

Bei Überraschung oder Empörung lässt man oft einen Stoßseufzer los, der häufig mit etwas Heiligem zu tun hat. Aber warum gerade das Blech? Von Rolf-Bernhard Essig.

Redewendung Woher kommt der Ausdruck "blau machen"?

Die schönste Erklärung ist die von den Färbergesellen, die beim Färben warten mussten, bis sich die Farben veränderten. Diese Zeit konnte man gut mit Trinken überbrücken. Von Rolf-Bernhard Essig

Redensart "Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis" – Was bedeutet das?

Hier geht darum, dass ein Huftier wie der Esel auf dem Eis natürlich keinen Spaß hat. Denn die harten Hufe finden auf dem Eis keinen Halt. Von Rolf-Bernhard Essig