Immer mehr Elektroautos und Ladesäulen

E-Mobilität: Worauf muss man achten?

E-Autos gehören schon lange zum Verkehrsbild: Es gibt immer mehr Lademöglichkeiten und die Reichweiten steigen. Doch was gibt es zu beachten?

Teilen

Stand

Aktuell sind rund 125.000 Autos mit Elektroantrieb in Rheinland-Pfalz unterwegs, wenig im Vergleich zu Benzin- oder Dieselfahrzeugen. Das liegt unter anderem auch an Vorurteilen gegenüber Elektroautos.

Wie gut klappt das Laden?

Die Zahl der öffentlichen Ladepunkte nimmt immer weiter zu. Aktuell gibt es in Deutschland knapp 180.000, mehr als ein Drittel davon sind Schnell-Ladepunkte. In Rheinland-Pfalz gibt es insgesamt gut 7000 Ladepunkte. Das ist zwar wenig im Vergleich zu anderen Bundesländern, aber hierzulande gibt es viele Einfamilienhäuser mit Wallboxen.

Die Anzahl der Ladesäulen ist das eine, doch auch der Zustand und die Bedienbarkeit sind wichtige Kriterien. Dazu hat der ADAC eine Stichprobe an bundesweit fünfzig Standorten durchgeführt. Ihr Fazit: Viele lassen zu wünschen übrig. Ein Teil der Säulen funktionierte nicht und die Experten bemängeln die Preistransparenz. Wer keine App hat, kann zum Beispiel an den Ladesäulen den aktuellen Strompreis nicht erkennen. Auch die Lage mancher Säulen bewerteten die Prüfer als wenig attraktiv, weil sich etwa die Säulen ohne Überdachung in der Dunkelheit befinden. An öffentlichen Ladepunkten ist der Strom teurer als beim Laden zu Hause. An einer öffentlichen Ladestation gibt es verschiedene Tarife: Das herkömmliche Laden kostet im Moment zwischen 49 und 69 Cent, das Schnellladen bis zu 99 Cent pro Kilowattstunde. Für das Bezahlen benötigt man inzwischen weniger Karten als früher.

RLP

Datenanalyse Elektromobilität in RLP: Alle 2.600 Meter eine Ladesäule, kaum E-Autos

In RLP gibt es vielerorts ausreichend Ladesäulen für E-Autos, dennoch gibt es Hürden an der Säule: Zu unübersichtlich, zu teuer. Eine Datenanalyse zeigt, wie es vor Ort aussieht.

Welche Kosten verursacht ein E-Auto?

Die Werkstattkosten sind meist geringer als bei vergleichbaren Verbrennerfahrzeugen. E-Autos haben weniger Verschleißteile wie zum Beispiel Kupplung oder Auspuff. In den vergangenen Monaten sind die Preise für neue Elektroautos gesunken. Sie sind aber immer noch teurer als vergleichbare Modelle mit Verbrennungsmotor. Einen staatlichen Zuschuss gibt es aktuell nicht mehr, das könnte sich ab dem kommenden Jahr ändern.

So ist geplant, einkommensabhängige Zuschüsse zu gewähren, um die Zahl der Elektrofahrzeuge in privaten Haushalten zu erhöhen. Zugleich sollen auch Gewerbetreibende Sonderabschreibungen durchführen können, um auch dort die Attraktivität von Elektrofahrzeugen zu steigern. Eine Möglichkeit könnte auch ein gebrauchtes E-Auto sein. Das Angebot ist im Moment groß. Vor allem wegen der vielen Leasing-Fahrzeuge, die zurückgegeben werden.

Baden-Württemberg

Eine Säule, unterschiedliche Preise Preis-Wirrwarr an der Ladesäule: BW will mehr Transparenz beim Laden von E-Autos

Wer zum Laden des Elektroautos an öffentlichen Ladesäulen die EC-Karte benutzen will oder keine passende Kundenkarte hat, zahlt oft drauf. BW fordert nun mehr Transparenz.

Worauf sollte man beim Gebrauchtwagenkauf achten?

Seit einiger Zeit bieten Unternehmen wie der ADAC, TÜV oder Dekra einen Batterie-Check an. Ein zentrales Argument beim Kauf eines E-Autos. Solch eine Überprüfung kostet rund hundert Euro. Auch der Zustand der Bremsbeläge ist wichtig bei E-Autos. Sie nutzen häufig die Motorkraft zum Bremsen, die sogenannte Rekuperation, und beanspruchen seltener die Bremsscheiben. Das kann zur Folge haben, dass diese rosten und die Bremsleistung nicht mehr zu hundert Prozent gegeben ist. Zudem kann es Probleme beim TÜV geben, wenn dies als erheblicher Mangel dargestellt wird.

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
SWR