Immer mehr Tafeln müssen ihre Ausgabe an Lebensmitteln reduzieren, weil es immer mehr Bedürftige gibt. Zum Beispiel in Kaiserslautern, dort herrscht momentan Aufnahmestopp – außer für Rentnerinnen und Rentner, die dennoch meist berücksichtigt werden. So wie Gerlinde Ort, gelernte Bürokauffrau, die rund 20 Jahre in einem Krankenhaus gearbeitet hat, bis sie 2016 krank und unverschuldet zur Frührentnerin wurde.
“Also ich kenne Leute, die sich schämen und gehen auch deswegen nicht hin. Also ich persönlich schäme mich nicht, weil ich kann nix dafür, dass ich krank geworden bin.”
Die Tafeln unterstützen Menschen mit geretteten Lebensmitteln und engagieren sich gegen Lebensmittelverschwendung und Armut – ehrenamtlich, unabhängig, solidarisch.
Weniger Lebensmittel Jürgen Hundemer, Vorsitzender des Tafel-Trägervereins, zur aktuellen Situation bei der Tafel in Ludwigshafen
Bei der größten Tafel der Pfalz in Ludwigshafen werden die Lebensmittel knapp. Vor allem auf Milch, Geflügel, Obst und Gemüse müssen Bedürftige immer häufiger verzichten.