Fantasy-Welt in Werl: Nino hat mit viel Kreativität eine alte Metallwerkstatt in eine orientalische Märchenwelt verwandelt. Damit hat er sich seinen Wohntraum erfüllt. Vor 14 Jahren hat er die 250 Quadratmeter große Halle angemietet. Außer einer Toilette, einer Dusche und einem kleinen Büro war die Halle leer. Der selbständige Gärtner hat sie dann nach und nach verzaubert, in sein ganz eigenes Fantasy-Reich.
Ursprünglich wollte Nino, der italienische Wurzeln hat, alles im mediterranen Stil einrichten. Aber die Farben und der Stil der arabischen Welt haben es dem 56-Jährigen besonders angetan. Inspiriert dazu haben ihn mehrere Urlaubsreisen nach Tunesien.
So wurde die Lagerhalle gemütlich
Mit Hilfe von über 250 roten Vorhängen und über 150 Kissen hat er aus der kühlen Halle eine orientalische Wohlfühloase geschaffen. Die dazu passenden Möbel und Deko-Artikel für seine Fantasy-Welt findet Nino oft auf Trödelmärkten. Auch bei Portalen im Internet sucht er gerne oder bekommt sie von Freunden und Bekannten geschenkt. Über 30.000 Kilometer ist Nino schon gefahren, um ausgefallene Stücke für sein Fantasy-Reich zu besorgen.
Highlight ist die selbst dekorierte Badewanne
Eines seiner Lieblingsstücke ist Ninos freistehende Badewanne. In einer Autowerkstatt hat er sie in Bordeauxrot lackieren lassen. Anschließend verzierte er sie noch mit einem selbst geklebten Sonnenmosaik aus unzähligen alten Fliesenstückchen. In der ganzen Wohnung hat er über 40.000 Mosaiksteinchen verklebt.
Geheizt wird der Märchenpalast mit Flüssiggas
Geheizt wird die Halle mit Hilfe einer modernen Flüssiggasanlage. Den Fußboden hat Nino selber gedämmt, das Dach war schon gedämmt. Bevor er die Halle zu seinem Zuhause machte, fungierte sie anfangs als Geflügelhof, später als Getränkelager. Zuletzt war es die Werkstatt eines metallverarbeitenden Betriebs. Doch davon ist in Ninos orientalischer Fantasy-Oase nichts mehr zu erkennen.
Ein Leben voller Fantasie
Aber Nino wohnt nicht nur in seiner Märchenwelt – er lebt seinen Traum. In seiner Freizeit bastelt er wunderschöne Masken und Kostüme und tritt ehrenamtlich mit einigen Gleichgesinnten in Werl bei Stadtfesten auf. Sei es als Aquaman, Pirat, Zauberer oder als Weihnachtsmann. Dabei verlangt er nie Eintritt – „schließlich sind Träume ja auch kostenlos.“
In einer Nische des Wohnzimmers befindet sich Ninos Musikecke mit zahlreichen Instrumenten. Keins davon kann er wirklich spielen, aber er kann perfekt so tun als ob.
Auch der Außenbereich ist passend gestaltet
Besonders stolz ist er auf seinen sogenannte Mitternachtsgarten. Unzählige Lampen, Rosen, orientalische Dekorationen, ein Springbrunnen, selbstverlegte Mosaike und ein großes Chillout-Zelt mit einer Outdoor-Küche verwandeln den Platz hinter der Halle, vor allem wenn es dunkel wird, in einen ganz besonderen magischen Fantasy-Ort.