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Thomas lebt in der Hochhaussiedlung "Asemwald" bei Stuttgart – der größten Eigentümergemeinschaft Deutschlands. Hier hat er sich im 20. Stock eine minimalistische Loft-Wohnung mit einzigartigem Ausblick eingerichtet. Aus diese Wohnung im Hochhaus mit 1.600 Nachbarn möchte er nie wieder weg.
Hochhaus als große Wohngemeinschaft
Drei große Hochhäuser, viele Menschen und gar nicht anonym. Im Gegenteil: "Im Asemwald gibt es ein starkes Wir-Gefühl – schon seit Gründung 1972. Man grüßt sich hier, fragt, wie es der Familie geht und weiß voneinander", erzählt Thomas.
Aktuell wohnen in den drei riesigen Wohnblöcken in Stuttgart-Asemwald rund 1.600 Menschen auf 1.137 Wohnungen verteilt. Die sind unterschiedlich groß: zwischen 42 und 155 Quadratmeter. Wenn Eigentümerversammlung ist, muss die Hausverwaltung eine Messehalle anmieten. "Hochhäuser werden total unterschätzt", sagt Thomas. Man hat wohl nirgendwo einen genialeren Ausblick als in einer Wohnung im 20. Stock.
Wohnen mit kreativen Gestaltungsmöglichkeiten
Eine Besonderheit: Die Wohnungen können Eigentümer immer wieder neu gestalten. Die Wohnungen sind nämlich mit Trockenwänden und nicht mit tragenden Wänden versehen. Thomas ist aber happy mit seinem Grundriss.
Wer eine Wohnung besitzt, ist automatisch auch Miteigentümer des gesamten Geländes. Dazu gehören unter anderem ein Schwimmbad und ein Restaurant im obersten Stock. Auch eine Anlage mit Tennisplätzen und der Wald drumherum ist im Besitz der Bewohner:innen. Entsprechend müssen sie ihn auch pflegen und sauber halten.
Thomas sagt, dass er sein Zuhause als einen Ruhepol braucht. Tagsüber tobt er sich in seinem Architekturbüro in Stuttgart aus. Außerdem ist er beruflich viel in der Welt unterwegs. Seine Firma baut zum Beispiel weltweit großflächige Zoogehege und andere riesige Netze.
Deshalb ist ihm die reduzierte Gestaltung und Innenausstattung seiner Wohnung so wichtig. Alles muss seinen Ort und seine Ordnung haben. Schnörkeliges ist nicht sein Ding. Und trotzdem ist es gemütlich bei ihm. Dafür sorgen auch seine eigens kreierten Möbelstücke, die alle sehr dezent und reduziert sind.
Als Architekt hat Thomas viel Sinn für Raum und Design
Auch wenn er selbst früher eine Lehre zum Schreiner gemacht hat, lässt er heute lieber die Handwerksprofis ran, wenn er mal wieder eine Idee entworfen und entsprechende Skizzen und Zeichnungen gefertigt hat – wie zum Beispiel bei seinem Regal im Wohnbereich.
Seine selbst entworfenen Stühle aus seiner Anfangszeit als Architekt sind ihm aber sehr wichtig. Sie sind für ihn ideale, dezente Sitzmöglichkeiten für überall. Auch wenn Thomas gerne mal auf dem Boden sitzt.
Ein Loft mit Ausblick
Die Zeit vergeht wie im Flug, wenn man im 20. Stock die Aussicht genießt. Mit Blick auf den Stuttgarter Flughafen, die Messe und bis in die Ferne zur Schwäbischen Alb. Sich daran sattsehen? Auf keinen Fall, sagt Thomas. Er hat extra ein Podest für den großen Esstisch bauen lassen, damit man von dort, egal zu welcher Tageszeit, nach draußen blicken kann. „Ich lebe hier oben mit dem Wetter“, erzählt er.
Wer bei Thomas einmal eine Architekturführung über das Gelände machen und mehr von seiner Begeisterung fürs Hochhausleben machen möchte: Das ist an jedem ersten Samstag im Monat um 16 Uhr möglich.
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