Deutscher Dokumentarfilmpreis 2025

Nominiert für den Förderpreis

Nominiert für den Förderpreis des Deutschen Dokumentarfilmpreises 2025 sind die Filme "Der dritte Bruder", "Der Wunsch" und "Tell Them About Us / Über Uns Von Uns".

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Stand

Der dritte Bruder

Zwei Hände halten ein altes Foto von 3 Brüdern

Das Rätsel um den fehlenden Familiensinn ihres Vaters schickt die Autorin auf eine Forschungsreise in die Familiengeschichte, die sich gleichzeitig als Reise in die Abgründe deutscher Zeitgeschichte erweist. Dabei stößt sie nicht nur auf seine im Holocaust umgekommene Mutter, sondern auch auf die Geschichte dreier Brüder. Vom Dritten Reich über das geteilte Deutschland sind sie zerrissen zwischen den Fronten politischer Ideologien. Jeder versucht auf seine Weise im totalitären Regime zu überleben. „Der dritte Bruder“, der seinen Söhnen erzählte, die Mutter sei im Sanatorium gestorben, ist der Großvater der Filmemacherin, die mit ihrem Vater versucht, Verdrängung und Sprachlosigkeit zu überwinden.  

„Der dritte Bruder“ richtet einen differenzierten Blick in die deutsche Vergangenheit und stellt dabei die sehr gegenwärtige Frage nach der eigenen Haltung gegenüber einem totalitären Regime. 

Credits
Filmlänge110 Minuten
RegieKathrin Jahrreiß
KameraMarcus Winterbauer, Kathrin Jahrreiß
SchnittNicole Schmeier, Nicole Winterbauer 
TonOliver Stahn
ProduktionEster.Reglin.Film - Roswitha Ester, Torsten Reglin
KomponistinJulia Klomfass
Sprecher*innenu.A. Esther Keil, Sebastian Blomberg, Matthias Lühn, Thomas Balou Martin
Gefördert durchFilm-und Medienstiftung NRW; Bundesbeauftragte für Kultur und Medien (BKM); Deutscher Filmförderfonds (DFFF)
FSKKeine Bewertung

Der Wunsch

Zwei Frauen lehnen sich zärtlich aneinander an

Der Dokumentarfilm DER WUNSCH begleitet das Liebespaar Maria und Christiane über einen  Zeitraum von 10 Jahren auf ihrer emotionalen Reise, sich einen Lebenswunsch zu erfüllen: ein gemeinsames Kind. Die Regisseurin, Jugendfreundin von Maria, erzählt einfühlsam, wie das Paar dabei mit immer größer werdenden Herausforderungen umgeht. Die Hürden im deutschen Gesundheitssystem, die eigene biologische Uhr und die emotionalen Höhen und Tiefen, die das Paar erlebt, setzen ihre Beziehung mehr und mehr unter Druck. 

Über Jahre unternehmen beide immer neue Versuche, schwanger zu werden, recherchieren neue Möglichkeiten, probieren neue Techniken, stellen sich finanziellen Herausforderungen. Maria, die seit einem Unfall in ihrer Jugend querschnittgelähmt ist, zweifelt zunehmend, während Christianes Kinderwunsch unverändert stark bleibt. Wie nah kann man einander bleiben, wenn Ansichten auseinandergehen? Was, wenn das Kinderkriegen zum Kraftakt wird? Was verbinden wir mit Mutterschaft und Familie? Offene, humorvolle Gespräche zeigen immer wieder die aufrichtige Auseinandersetzung der beiden Frauen miteinander - ihr Ringen um einander und um sich selbst. 

Der Film erzählt auf bewegende Weise vom Kampf, sich einen großen Wunsch zu erfüllen und der Herausforderung einer jeden Beziehung: Wie kann sich eine Liebe über lange Zeit entwickeln, ohne dabei verloren zu gehen. 

Credits
Filmlänge104 Minuten
RegieJudith Beuth
KameraJudith Beuth, Yannick Bonica, Julia Weingarten, Cristian Pirjol, Markus Kloth 
SchnittJana Dugnus
TonFlorian Marquardt - Sound Design & Mischung; Andrew Grant – Recording; Nic Nagel – Recording; Guido Coscia - Recording
AnimationMaria Taebling
ProduktionKloos & Co. OST - Anja Dziersk
Co-ProduktionMattima Films/Norwegen ZDF/Das Kleine Fernsehspiel 
Co-ProduzentAndrew Grant
ProducerinBianca Laschalt
RedaktionZDF - Stefanie von Heydwolff
FSKKeine Altersbeschränkung

Tell Them About Us / Über Uns Von Uns

Zwei Teenagerinnen laufen durch einen Springbrunnen

ÜBER UNS VON UNS / TELL THEM ABOUT US begleitet das Leben von sieben Teenagerinnen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden, in Eberswalde, einer ostdeutschen Provinzstadt, 55 km von Berlin entfernt . 

Als Neuankömmlinge in der Stadt müssen die Mädchen nicht nur die typischen Herausforderungen des Teenagerlebens meistern wie Freundschaften, Schule und Selbstfindung, sondern sich auch an eine neue Kultur und Umgebung gewöhnen und sich mit den Nuancen ihrer Identität als Einwanderer und Flüchtlinge auseinandersetzen. 

Ihre Erfahrungen mit Vertreibung, der kulturellen Anpassung und dem Assimilationsdruck machen ihre Erzählungen vielschichtiger. 

Parallel zu ihrem Alltag leitet die Regisseurin Workshops, in denen die Mädchen ihre Hoffnungen, Träume und Ängste durch Schreiben, Musik und Schauspiel erforschen und anschließend Szenen schreiben, die sie vor der Kamera darstellen. Diese Szenen werden in Traumsequenzen umgewandelt, in denen sich die Mädchen die Zukunft vorstellen, um ihre schmerzhaften Erfahrungen zu verarbeiten und sie spielerisch in Zukunftsperspektiven umzuwandeln. 

Credits
Filmlänge92 Minuten
RegieRand Beiruty
KameraMarco Müller
SchnittPatrick Richter, Abdallah Sada
TonRand Beiruty
ProduktionTondowski Films
Co-ProduktionShaghab Films; in Ko-Produktion mit RBB, MDR in Zusammenarbeit mit ARTE; Red Sea Film Fund
Production DesignFanny Welz
Costume DesignFarah Karouta 
Gefördert durchDMZ Development International Documentary Film Festiva;, Arab Fund for Arts and Culture; Bundesbeauftragte für Kultur und Medien; Kuratorium Junger Deutscher Film; Medienboard Berlin-Brandenburg; Deutscher Filmförderfonds; Creative Europe MEDIA
FSKAb 6

Deutscher Dokumentarfilmpreis 2025 Nominiert für den Hauptpreis

Nominiert für den Hauptpreis des Deutschen Dokumentarfilmpreises 2025 sind die Filme "Baldiga, entsichertes Herz", "Im Prinzip Familie" und "Überleben - Ein Arzt und sein Krebs".

Deutscher Dokumentarfilmpreis 2025 Nominiert in der Kategorie Musik

Nominiert für den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2025 in der Kategorie Musik sind die Filme "Beethovens Neun – Ode an die Menschlichkeit", "MPS – Die Legende lebt" und "Sisterqueens".