Der dritte Bruder
Das Rätsel um den fehlenden Familiensinn ihres Vaters schickt die Autorin auf eine Forschungsreise in die Familiengeschichte, die sich gleichzeitig als Reise in die Abgründe deutscher Zeitgeschichte erweist. Dabei stößt sie nicht nur auf seine im Holocaust umgekommene Mutter, sondern auch auf die Geschichte dreier Brüder. Vom Dritten Reich über das geteilte Deutschland sind sie zerrissen zwischen den Fronten politischer Ideologien. Jeder versucht auf seine Weise im totalitären Regime zu überleben. „Der dritte Bruder“, der seinen Söhnen erzählte, die Mutter sei im Sanatorium gestorben, ist der Großvater der Filmemacherin, die mit ihrem Vater versucht, Verdrängung und Sprachlosigkeit zu überwinden.
„Der dritte Bruder“ richtet einen differenzierten Blick in die deutsche Vergangenheit und stellt dabei die sehr gegenwärtige Frage nach der eigenen Haltung gegenüber einem totalitären Regime.
| Filmlänge | 110 Minuten |
| Regie | Kathrin Jahrreiß |
| Kamera | Marcus Winterbauer, Kathrin Jahrreiß |
| Schnitt | Nicole Schmeier, Nicole Winterbauer |
| Ton | Oliver Stahn |
| Produktion | Ester.Reglin.Film - Roswitha Ester, Torsten Reglin |
| Komponistin | Julia Klomfass |
| Sprecher*innen | u.A. Esther Keil, Sebastian Blomberg, Matthias Lühn, Thomas Balou Martin |
| Gefördert durch | Film-und Medienstiftung NRW; Bundesbeauftragte für Kultur und Medien (BKM); Deutscher Filmförderfonds (DFFF) |
| FSK | Keine Bewertung |
Der Wunsch
Der Dokumentarfilm DER WUNSCH begleitet das Liebespaar Maria und Christiane über einen Zeitraum von 10 Jahren auf ihrer emotionalen Reise, sich einen Lebenswunsch zu erfüllen: ein gemeinsames Kind. Die Regisseurin, Jugendfreundin von Maria, erzählt einfühlsam, wie das Paar dabei mit immer größer werdenden Herausforderungen umgeht. Die Hürden im deutschen Gesundheitssystem, die eigene biologische Uhr und die emotionalen Höhen und Tiefen, die das Paar erlebt, setzen ihre Beziehung mehr und mehr unter Druck.
Über Jahre unternehmen beide immer neue Versuche, schwanger zu werden, recherchieren neue Möglichkeiten, probieren neue Techniken, stellen sich finanziellen Herausforderungen. Maria, die seit einem Unfall in ihrer Jugend querschnittgelähmt ist, zweifelt zunehmend, während Christianes Kinderwunsch unverändert stark bleibt. Wie nah kann man einander bleiben, wenn Ansichten auseinandergehen? Was, wenn das Kinderkriegen zum Kraftakt wird? Was verbinden wir mit Mutterschaft und Familie? Offene, humorvolle Gespräche zeigen immer wieder die aufrichtige Auseinandersetzung der beiden Frauen miteinander - ihr Ringen um einander und um sich selbst.
Der Film erzählt auf bewegende Weise vom Kampf, sich einen großen Wunsch zu erfüllen und der Herausforderung einer jeden Beziehung: Wie kann sich eine Liebe über lange Zeit entwickeln, ohne dabei verloren zu gehen.
| Filmlänge | 104 Minuten |
| Regie | Judith Beuth |
| Kamera | Judith Beuth, Yannick Bonica, Julia Weingarten, Cristian Pirjol, Markus Kloth |
| Schnitt | Jana Dugnus |
| Ton | Florian Marquardt - Sound Design & Mischung; Andrew Grant – Recording; Nic Nagel – Recording; Guido Coscia - Recording |
| Animation | Maria Taebling |
| Produktion | Kloos & Co. OST - Anja Dziersk |
| Co-Produktion | Mattima Films/Norwegen ZDF/Das Kleine Fernsehspiel |
| Co-Produzent | Andrew Grant |
| Producerin | Bianca Laschalt |
| Redaktion | ZDF - Stefanie von Heydwolff |
| FSK | Keine Altersbeschränkung |
Tell Them About Us / Über Uns Von Uns
ÜBER UNS VON UNS / TELL THEM ABOUT US begleitet das Leben von sieben Teenagerinnen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden, in Eberswalde, einer ostdeutschen Provinzstadt, 55 km von Berlin entfernt .
Als Neuankömmlinge in der Stadt müssen die Mädchen nicht nur die typischen Herausforderungen des Teenagerlebens meistern wie Freundschaften, Schule und Selbstfindung, sondern sich auch an eine neue Kultur und Umgebung gewöhnen und sich mit den Nuancen ihrer Identität als Einwanderer und Flüchtlinge auseinandersetzen.
Ihre Erfahrungen mit Vertreibung, der kulturellen Anpassung und dem Assimilationsdruck machen ihre Erzählungen vielschichtiger.
Parallel zu ihrem Alltag leitet die Regisseurin Workshops, in denen die Mädchen ihre Hoffnungen, Träume und Ängste durch Schreiben, Musik und Schauspiel erforschen und anschließend Szenen schreiben, die sie vor der Kamera darstellen. Diese Szenen werden in Traumsequenzen umgewandelt, in denen sich die Mädchen die Zukunft vorstellen, um ihre schmerzhaften Erfahrungen zu verarbeiten und sie spielerisch in Zukunftsperspektiven umzuwandeln.
| Filmlänge | 92 Minuten |
| Regie | Rand Beiruty |
| Kamera | Marco Müller |
| Schnitt | Patrick Richter, Abdallah Sada |
| Ton | Rand Beiruty |
| Produktion | Tondowski Films |
| Co-Produktion | Shaghab Films; in Ko-Produktion mit RBB, MDR in Zusammenarbeit mit ARTE; Red Sea Film Fund |
| Production Design | Fanny Welz |
| Costume Design | Farah Karouta |
| Gefördert durch | DMZ Development International Documentary Film Festiva;, Arab Fund for Arts and Culture; Bundesbeauftragte für Kultur und Medien; Kuratorium Junger Deutscher Film; Medienboard Berlin-Brandenburg; Deutscher Filmförderfonds; Creative Europe MEDIA |
| FSK | Ab 6 |