Beethovens Neun – Ode an die Menschlichkeit
Anfang 2023 begann der Filmemacher Larry Weinstein, einen Dokumentarfilm über Beethovens neunte Symphonie zu drehen. Er sollte sich mit der Frage beschäftigen, was wir als Menschheit in den zweihundert Jahren seit der Entstehung dieser Sinfonie erreicht haben. Doch als das Weltgeschehen Larry Weinstein in seinen eigenen Film hineinzieht, wird diese Frage zu einer zutiefst persönlichen.
„Beethovens Neun“ ist ein Dokumentarfilm über Musik, aber auch über Krieg und Hoffnung. Er folgt neun sehr unterschiedlichen Menschen – darunter ukrainischen Orchester-Musiker:innen, einer gehörlose Komponistin, einer polnischen Rock-Rebellin, einem Bestsellerautor, einem legendärer Karikaturisten, einer Philosophin und schließlich Weinstein selbst – die versuchen, das Vermächtnis von Beethovens Neunter, die persönlichen Kämpfe des Komponisten, die Inspiration, die Musik bieten kann, und die Art und Weise, wie die Menschheit selbst in den dunkelsten Zeiten nach Hoffnung sucht, besser zu verstehen.
| Filmlänge | 82 Minuten |
| Regie | Larry Weinstein |
| Kamera | John Minh Tran, Filip Drożdż, Sven Jakob-Engelmann |
| Schnitt | David New |
| Set-Ton | Sanjay Mehta, Piotr Gołaszewski, Björn Geldermann |
| Konzert-Ton | Vilius Keras |
| Post-Produktion | Richard Spence-Thomas, Gary Vaughan, Jörn Steinhoff |
| Produktion | Bernhard von Hülsen, Maria Willer |
| Co-Produktion | Jason Charters, Liam Romalis |
| Archivrecherche | Elspeth Domville, Talia Wooldridge |
| Sprecher | Larry Weinstein, Matthias Brandt |
| Redaktion | Dieter Schneider (ZDF), Sandra Roth (SRG SSR), Gregory Catella (SRG SSR), Sven Wälti (SRG SSR), Natasha Negrea (TVO), Alexandra Roberts (TVO), Jesper Petersson (SVT), Arild Erikstad (NRK), Arto Hyvönen (YLE) |
| Executive Producers | Wolfgang Bergmann & Sarah Polley |
| FSK | Keine Bewertung |
MPS – Die Legende lebt
Das Musiklabel MPS (Musik Produktion Schwarzwald) aus Villingen ist weltweit bei Fans, Musikern und Liebhabern des Jazz bekannt. Legenden wie Oscar Peterson, Duke Ellington, Friedrich Gulda, Monty Alexander, George Duke, Jean-Luc Ponty oder die Singers Unlimited reisten ab Mitte der Sechziger Jahre in das kleine Schwarzwaldstädtchen um sich hier von dem Unternehmersohn Hans Georg Brunner-Schwer, dem Erben des Familienunternehmens Saba, aufnehmen zu lassen. Brunner-Schwer zog die Musiker mit seiner Musikbegeisterung und seinem Streben nach klanglicher Perfektion in seinen Bann: Bis zum überraschenden Verkauf seines Labels im Jahr 1983 erschienen rund 500 Alben auf MPS, von denen viele längst moderne Klassiker sind. So wurde Villingen für zwei Jahrzehnte zu einem Jazz-Mekka, von dem die Stars Jean Luc Ponty, Jasper van´t Hof, Monty Alexander, Rolf und Joachim Kühn sowie Charly Antolini und Eberhard Weber noch heute schwärmen. Auch die familiäre Stimmung im Studio und bei den Wohnzimmerkonzerten sorgte für den ganz besonderen MPS-"Spirit". Seltene Archivaufnahmen und private Filmaufnahmen zeigen diese einmalige Atmosphäre und sind exklusiv im Film zu sehen. Der Dokumentarfilm nimmt die Zuschauer mit auf eine faszinierende Reise in die 60er und 70er Jahre und erzählt eines der unglaublichsten Kapitel der Jazzgeschichte, das im Südwesten Deutschlands seinen Ursprung hatte.
| Filmlänge | 75 Minuten |
| Regie | Sascha Schmidt |
| Kamera | Micha Bojanowski |
| Schnitt | Manuel Sanchez |
| Ton | Lars Heindorf |
| Produktion | ZENTRALFILM Micha Bojanowski |
| Gefördert durch | MFG |
| FSK | Keine Altersbeschränkung |
Sisterqueens
„Warum ist Deutschland so reich und die Grenzen so ungleich? Warum Frauenliegestütze und ziemlich cool für ein Mädchen“?
Über vier Jahre stellen Jamila(9), Rachel(11) und Faseeha(12) mit der Rapcrew SISTERQUEENS in Berlin gesellschaftliche Normen in Frage. Die besten Freundinnen werfen ergreifende Fragen über Selbstbestimmung, Identität und das Streben nach Gleichberechtigung auf. Faseeha setzt sich mit den Grenzen des künstlerischen Ausdrucks auseinander, Rachel denkt darüber nach, was Selbstbestimmung für sie bedeutet und Jamila hinterfragt die Rolle der Polizei. Inmitten ihrer nachdenklichen und humorvollen Reflexionen, entwickeln die Drei Rap-Verse, die gekonnt mit Konventionen brechen und Feminismus Strophe für Strophe neu definieren.
| Filmlänge | 97 Minuten |
| Regie | Clara Stella Hüneke |
| Kamera | Paola Calvo |
| Schnitt | Andreas Bothe |
| Ton | Vincent Egerter |
| Produktion | Franziska Gärtner |
| Co-Produktion | ZDF Kleines Fernsehspiel |
| Musik | SISTERQUEENS, Peira, Haszcara, Alice Dee, Sista Fa, Leila Ey |
| Gefördert durch | ZDF Kleines Fernsehspiel Development Förderung |
| FSK | Ab 6 |