Vom Aussterben bedroht – Diese seltenen Kühe liegen Michael am Herzen

Kühe sind seine Leidenschaft – Michael aus Bad Waldsee züchtet das seltene Allgäuer Braunvieh. Mit liebevollen Spitznamen und Streicheleinheiten möchte er den Bestand erhalten. 

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Von Autor/in Kristina Priebe

„Das ist doch eine Freude, wenn du siehst, wie die Kühe hier auf die Weide laufen.“

Vor zehn Jahren kauft sich Michael aus Bad Waldsee einen Hof im Allgäu. Hauptberuflich arbeitet er in einer Tierbesamungsstation. Schon damals hat Michael einen großen Traum: „Ich habe zu meiner Frau gesagt, dass ich mindestens eine Allgäuer haben möchte.“ Damit meint Michael das vom Aussterben bedrohte Allgäuer Braunvieh. „Dann bin ich gefahren und habe gesagt: ,Ich hole jetzt ein Rind. Aus dem einen Rind sind zwei Kühe und zwei Kälber geworden.‘“

Vom Aussterben bedroht: Das Allgäuer Braunvieh

Letztes Jahr meldete das Land Baden-Württemberg nur noch rund 220 Kühe der seltenen Rasse. Heute leben acht Kühe auf Michaels Zuchtbetrieb.  

Seine Kühe erkennt Michael nicht etwa an der Marke am Ohr – er merkt sich die Namen seiner Tiere durch die Hörner. Heidi, Belinda, Melissa und Amelie sind vier seiner Herde. Die Hörner der Kühe haben es Michael ohnehin angetan: „Die Allgäuer Kuh ist die Königin vom Allgäu und ihre Hörner sind ihre Krone.“   

Michael hält die schwarze Null: Der Erhalt der Rasse steht im Vordergrund 

Neben den Kühen hält Michael außerdem Pferde auf seinem Hof und macht regelmäßig Ausflüge auf Heimatfeste in der Region. Dort präsentiert er die Tiere mit Kutschen und Gespannen. Viel Ertrag bringen ihm die Kühe nicht, denn die Milch gibt Michael an die Kälber weiter – geschlachtet wird nur im Notfall. Die Zucht steht auf seinem Hof im Vordergrund und er verkauft die Kühe und Kälber an andere Betriebe weiter, sodass in der Regel acht Kühe auf seinen Weiden grasen. 

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Kristina Priebe
Onlinefassung
Anni Gebhard