Zivilcourage: Jürgen rettet Rollstuhlfahrerin das Leben

Jürgen aus St. Georgen zeigt Zivilcourage: Er hilft einer Rollstuhlfahrerin, die drohte auf die Gleise zu stürzen.

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Von Autor/in Kathrina Simon

Mann steht vor S-Bahn

"Es wäre schön, wenn das alltäglich wäre, dass man jemandem so hilft."

Kraftakt rettet der Rollstuhlfahrerin das Leben

Jürgen ist im Urlaub in München als es passiert: Eine Rollstuhlfahrerin klemmt am Hauptbahnhof zwischen Bahnsteig und S-Bahn fest. Sie droht, in die Gleise zu stürzen. Jürgen denkt nicht lange nach und eilt zur Rettung der Frau. Er hält den Rollstuhl fest, während die S-Bahn losfährt. Der Kraftakt rettet der Rollstuhlfahrerin das Leben. Als die Bahn weg ist, zieht er den Rollstuhl zurück auf den Bahnsteig und ruft den Notarzt. Dann fährt Jürgen weiter zu seiner Familie.

Durch das Fernsehen erfährt er, dass der Helfer vom Münchner Hauptbahnhof dringend gesucht wird. Jürgen geht zur Polizei. Daraufhin beginnt der Presserummel: Viele Medien berichten über seine Heldentat. Die Polizei ehrt ihn sogar mit einer Urkunde.

Der Rollstuhlfahrerin geht es den Umständen entsprechend gut, sie hat noch Kontakt zu ihrem Retter und seiner Familie. Sie schreibt in einer Mail: „Ich bin bestürzt darüber, dass niemand von den Passagieren die Notbremse gezogen hat. Niemand auf dem Bahnsteig half mir. Jürgen war der Einzige.“ Für Jürgen eine Selbstverständlichkeit.

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