Vor zwei Jahren wechselte Julia an die Realschule Plus in Idar-Oberstein. Dort hat sie eine Klasse für sogenannte Härtefälle übernommen. Viele der Schülerinnen und Schüler zwischen 16 und 22 Jahren haben Probleme: Psychische Belastungen, Drogenmissbrauch, einige sind schon straffällig geworden. Aber für Julia gäbe es nichts langweiligeres als ein normaler Leistungskurs Deutsch. Sie liebt genau diese Herausforderung.
Die bräuchten einfach jemand, der da ist, der nebendran ist, der ihnen hilft, zurück ins Geschehen zu kommen. Mehr bräuchten sie nicht.
Alle sollen die Chance auf einen Abschluss bekommen
„Nicht jeder hat die gleichen Chancen. Sei es gesundheitlich, sei es sozial, sei es familiär, wie auch immer. Und nicht jeder hat die gleichen Voraussetzungen und Bildung muss da irgendwie einen anderen Weg einschlagen, damit man eben erst mal gleiche Voraussetzungen schaffen kann. Und da muss man eben auf diese verschiedenen Bedürfnisse auch eingehen können und gleiche Chancen generieren können.“ Das macht Julia jeden Tag. Mit dabei ist immer ihre französische Bulldogge:
Meine Hündin ist ein ganz großer Gamechanger, weil da meistens der Zugang halt auch zu den Schülerinnen und Schülern besser gelegt ist. Das ist erst mal so ein bisschen der Eisbrecher. Wir haben viele Schülerinnen und Schüler auch mit Schulabstinenz-Hintergründen und da haben wir auch die ein oder andere schon mit gekriegt. Manche kommen gern nur wegen des Hundes an in die Schule.
Das Projekt "Keiner ohne Abschluss" (KoA) ist vom Bildungsministerium Rheinland-Pfalz finanziert. Ein Jahr lang wurden Julia und ihre Schülerinnen und Schüler mit der Kamera begleitet. Wie viele am Ende die Herausforderung meistern und den Abschluss schaffen, seht ihr in der ganzen Doku:
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