Glaskünstler mit 84 Jahren

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Von Autor/in Tara Grebe, Katharina Feißt

Irgendwie zieht es mich immer wieder in die Werkstatt. Manchmal weiß ich nicht so genau, was ich machen will, aber beim Rumbasteln fällt mir immer wieder etwas ein.

Gerhard ist regelmäßig in seiner Werkstatt und fertigt dort unterschiedliche Glaskunst. Neben bunten Glaskugeln oder Stäbchen mit Motiven sind es vor allem Figuren in Daumennagelgröße, die es dem 84-Jährigen angetan haben. Die Leidenschaft zum Glas entwickelt Gerhard durch seinen beruflichen Werdegang zum Glasinstrumententechniker: „Als ich die Arbeit mit dem Feuer und dem Glas das erste Mal gesehen habe, da war ich so fasziniert – und diese Faszination habe ich heute noch genauso.“ Jahrelang stellt er erst Thermometer und anschließend auch Glühbirnen her.

Die Idee, seine Fähigkeiten auch anderweitig auszuprobieren, kommt durch seine Frau Erika, als ihr kleine Spieße für eine Bowle fehlen. Da Gerhard eine Werkstatt im Keller hat und dort vor allem das Material für die Glühbirnen aufbewahrt, probiert er sich an den kleinen Stäben der Glühbirne aus und kommt auf die Idee, kleine Figuren auf die selbst gemachten Spießchen zu setzen. Durch seinen Beruf ist er auf vielen Messen unterwegs und nimmt hier seine selbstkreierten Bowle-Spieße mit. Auf einer der Messen bekommt er den Tipp, die Figürchen ohne die Spießchen zu fertigen und bemerkt schnell, dass sich Besucher besonders für die filigranen Miniaturen interessieren.

Mittlerweile hat Gerhard verschiedene Figuren im Repertoire. Neben Hasen und Schildkröten sammeln sich auch Engel oder Mäuse in seiner Werkstatt. Eine Figur hat Gerhard aber besonders gern: „Am liebsten mache ich den Elefanten. Es ist eben dieser Reiz, dieses große Tier in Miniaturform zu sehen.“ Auch heute ist er mit seiner Glaskunst auf Weihnachts- oder Ostermärkten unterwegs und begeistert auch dort vor allem mit seinen Glasminiaturen.

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