„Yoga bedeutet für mich Lebensqualität, die ich mir durch meine täglichen Übungen erhalte. Dass ich nicht heute gebückt mit „Witwenbuckel“ durch die Gegend gehe, wie mir jeder Arzt das bescheinigt hat.“
Mit 51 Jahren entschließt sich Hannelore dazu, eine Yogalehrerausbildung zu machen, sie war damals die Älteste in der Gruppe. Schon als Kind leidet sie körperlich extrem, bei ihr wird Rachitis diagnostiziert. Sie hat eine krumme Wirbelsäule, krumme Beine und leidet ständig unter Kopf- und Rückenschmerzen. Nach einem Yogaworkshop steht für sie fest: Das wird ihr Weg.
Sie macht eine 3-jährige Ausbildung in Bad Neuenahr und wird Iyengar Yogalehrerin, eine spezielle Yogarichtung mit einem therapeutischen Ansatz. Schon in der Ausbildung werden ihre Beschwerden besser! Kurz danach eröffnet sie ihre Schule 1997 in Nastätten. Und es läuft gut: „Wenn du Frauen hast, die seit zehn Jahren eine eingefrorene Schulter haben, die ihren Arm nicht mehr heben können und sich nicht mehr kämmen können und dann können die Leute alles wieder machen – nach zwei Jahren üben.“ Solche Geschichten spornen sie an, immer weiterzumachen.
Aktuell bietet sie immer noch jede Woche acht Kurs in Präsenz und online an. Aber auch sie merkt langsam ihr Alter, spät abends unterrichtet sie nicht mehr. Trotzdem denkt sie nicht ans Aufhören: „Ich bekomme so viel zurück von den Leuten, das ist das, was mich auch aufbaut. Es kommt viel Dankbarkeit zurück.“
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