Ambulantes Kinderhospiz: Hilfe für schwerkranke Kinder

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Von Autor/in Stephan Wirbelauer

Seit 20 Jahren gibt es das ambulante Kinderhospiz in Koblenz. Dabei geht es vor allem darum, Kinder mit geringer Lebenserwartung und ihre Familien zu unterstützen und ihnen ein Stück Normalität und Freiheit wiederzugeben. Rund 40 Ehrenamtliche unterstützen Familien zu Hause. Zu diesem Team gehört jetzt auch Cecilia.

Der Wunsch nach einer Aufgabe mit Sinn

Jede Woche, für etwa vier Stunden, kommt Hospizbegleiterin Cecilia zu Familie Schuth nach Heiligenroth. Die pensionierte Kinderkrankenschwester wollte nach dem Tod ihres Mannes etwas Sinnvolles tun.

Als ich in Rente war, da habe ich gemerkt, ja gut, ich muss was machen. Ich brauche weiterhin wertvolle Aufgaben. Das war mein Ziel. Auf einmal sehe ich das Schild ‘Hospiz‘.

Ihr Hospizkind Kathie ist schwerstmehrfachbehindert. Die 17-Jährige kann sich kaum bewegen, muss künstlich ernährt werden und kann nicht sprechen. Aber ihr Geist ist wach – sie kommuniziert mit den Augen.

Sonst kümmern sich Mutter und Vater den ganzen Tag um sie. Alle 20 Minuten müssen Kathis Atemwege abgesaugt werden – Routine für die Eltern. Dadurch bleibt wenig Zeit für die beiden anderen Kinder, für die Beziehung oder gar für sich selbst.

Cecilia Balling unterstützt die Familie einmal in der Woche und schenkt ihnen eine Auszeit, damit sie weiter Kraft sammeln können. Gleichzeitig sorgt sie bei ihrem Hospizkind Kathie für Abwechslung, etwa beim gemeinsamen Blumenpflücken und Riechen.

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Seit Dietmars (82) Frau verstorben ist, muss er selbst kochen. Im Kochkurs für Herren über 70 in Heddesheim ist er nicht der Einzige, der davor noch nie einen Salat zubereitet hat.

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