Man braucht einen dritten Ort, der nicht zu Hause ist und nicht die Arbeit. Das ist auch für die Gesellschaft total wichtig, weil wir immer mehr in Sparten verfallen und man nur noch Kontakt mit Leuten aus der gleichen Sparte hat. Und das ist auch für Demokratie und Zusammenleben wichtig, dass man andere Menschen kennenlernt, mal andere Ansichten sieht, andere Lebensweisen.
Mutig sein zahlt sich aus
Im Sommer 2025 erkrankt die damalige Leiterin der Bad Emser Stadtbücherei schwer. Es ist unklar, wie es mit der Bibliothek weitergeht – Freiwillige hatten den Betrieb am Laufen gehalten. Jasmin ist gelernte Bibliothekarin und sucht zu dem Zeitpunkt deutschlandweit nach einem Job. Sie ist mutig und bewirbt sich auf die Leitungsstelle.
Ich habe tatsächlich die Chance bekommen und bin froh, hier zu sein. Man hat einfach eine kreative Freiheit. In der Position jetzt, kann ich sagen, ich habe Lust auf einen englischen Sprachklub, ich mach das jetzt, ich habe Lust, mit den Kindern zu basteln, ich habe Lust, eine Meeresbiologin einzuladen, die in der Bücherei vorliest.
Die Begeisterung für Bücher steigern
Jasmin liebt den Austausch mit den Bücherei-Besucherinnen und -Besuchern.
Alle, die hier reinkommen, die sind erst mal gerne hier. Niemand zwingt sie herzukommen und es ist immer eine total angenehme Atmosphäre. Und ich merke es auch richtig oft, dass sich Leute unterhalten, neu kennenlernen oder sich mit ihren Kindern hier treffen.
Vor allem aber will sie mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen Menschen für die Bücherei begeistern, die bisher wenig Berührungspunkte damit hatten.
"Babys sind der kleinste Teil meiner Arbeit”
Anna aus Stuttgart ist freiberufliche Hebamme und Trauerbegleiterin in Teilzeit. Zu ihrem Job gehören Termine wie Babybaden genauso wie Gespräche mit Frauen, die gerade ihr Kind verloren haben. Ein Job mit viel Emotionen, Verantwortung, Dankbarkeit und Frust.
„Wir sind alle näher an einer Behinderung als von einer weg” – Cary setzt sich für Barrierefreiheit ein
84 Menschen aus ganz Deutschland diskutieren über das, was sie bewegt. Das ist das ARD Dialog-Projekt „Was Deutschland verbindet”. Cary aus Tübingen ist dabei, ihr Herzensthema: Gleichberechtigung für Menschen mit Behinderung.
„Dass man bei einer Geburt so sterben könnte, habe ich nicht realisiert.“ Jennys Gebärmutter ist bei der Geburt ihrer Tochter gerissen
Jenny aus Stuttgart hatte bei der Geburt ihrer zweiten Tochter eine Uterusruptur: Ihre Gebärmutter ist gerissen. Sie berichtet über die Geburt und warum sie das Leben heute feiert.
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