Chiara und Patrick sind Teil eines zehnköpfigen Teams und für den ruhenden Verkehr, also alle parkenden und haltenden Fahrzeuge im Stadtgebiet, zuständig. Im Schichtdienst kontrollieren sie Parkverbotszonen, Halteverbote und Ladezonen. Dabei bestreifen sie eigenständig die Straßen der Stadt, folgen aber auch Hinweisen von Bewohnerinnen und Bewohnern.
Das hört sich jetzt blöd an, aber für mich ist das ein Traumjob!
Hinter Vergehen steckt oft persönliches Schicksal
Immer wieder stoßen die Halter der Fahrzeuge dazu, wenn sie verwarnt werden. Neben Ausreden wie „Ich war doch nur kurz…“ müssen Patrick und Chiara oft auch mit dem persönlichen Schicksal der Fahrzeughalter umgehen können. „Ich musste mal ein Auto von einer frisch geschiedenen, jungen, alleinerziehenden Mutter sicherstellen, weil sie sich nicht um ihre Versicherung gekümmert hatte. Wir haben dann schon Mitgefühl, aber am Ende müssen wir doch unserer Arbeit nachgehen“, erzählt Chiara.
Arbeit auf der Straße ist "ein Traumjob"
Diese Bürgernähe schätzen die beiden aber auch. „Ich bin eine Person, die lieber den Trubel mag, Orte, wo viele Menschen sind. Wir gehen gerne auch in die Gebiete, in denen es mal zu brenzligen Situationen kommen kann“, sagt Chiara. Beide hatten zuvor andere Jobs. Patrick in einem Atomkraftwerk – „das war wie in einem Keller“ – und Chiara in einem Autohaus. Sie beide wollten raus. „Ich war auch anfangs etwas skeptisch“, meint Patrick, aber:
Jeder Tag ist anders, man ist draußen, hat nette Kolleginnen und Kollegen, mit denen man gerne zusammenarbeitet. Mir macht das einfach Spaß.
So sieht ein Arbeitstag von Patrick und Chiara aus:
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