„Das zu schaffen, ins Ziel zu kommen bei so einer Schwerstarbeit, das ist einfach ein wunderbares Gefühl.“ (Werner, 80, Triathlet)
Werner ist 45 Jahre alt, als er sich das erste Mal Gedanken macht, was er denn mal in seiner Rente machen will und wie er sich dann fit hält. Im Urlaub fallen ihm ältere Herren auf Rädern auf. Die Vorstellung gefiel Werner. Er kaufte sich ein Rennrad und fing an zu trainieren.
Ein Jahr später entdeckt er eine Anzeige für einen Triathlon. „Wie dann in der Zeitung stand, jeder, der sich fit fühlt, könne da mal mitmachen. Da habe ich schnell ein bisschen Brustschwimmen geübt und Laufen konnte ich einigermaßen und habe dann mitgemacht.“
Mit Schmerzen und Krämpfen kommt er ins Ziel, aber er weiß: „Das ist es!“
Inzwischen ist Werner 80 Jahre alt. Noch immer trainiert er fast täglich und nimmt an sechs bis acht Wettkämpfen pro Jahr teil. Ans Aufhören denkt er noch nicht, aber er plant nicht mehr so weit im Voraus. „Bei der letzten Deutschen Meisterschaft waren zwei 85-Jährige dabei. Und die haben noch gestrahlt und geredet. Da dachte ich: ‚Siehste, das schaffst du vielleicht auch noch.‘ Das nächste Ziel ist also bis 85.“
Von Ratschlägen „mal ein bisschen langsamer zu machen“ hält Werner sowieso nichts. „‚Ich bin schon langsam genug‘, habe ich dem gesagt. Soll ich mich zu Hause auf die Couch setzen, den Rest meines Lebens und warten, bis ich sterbe? Da bin ich doch lieber glücklich und zufrieden in der Natur, auf dem Rennrad, beim Laufen, beim Schwimmen. Da bin ich bis zum letzten Tag glücklich.“
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