„Ich sehe es so, dass die Politik nicht den Willen dazu hat, zu handeln. Und das ist, glaube ich, genau der Grund, warum wir Jugendliche, wir jungen Menschen, das jetzt quasi übernehmen müssen.“
Hasan ist 17 Jahre alt und gerade erst in der Oberstufe angekommen, doch er findet klare Worte, wenn es darum geht, wie sehr sich junge Menschen engagieren sollten.
„Ich persönlich fände es gut, wenn alle Jugendlichen es machen würden. Aber man kann es halt niemandem aufzwingen. Es ist ja nicht gelogen, wenn man sagt, einige interessieren sich mehr für Klimagerechtigkeit und manche nicht. Ich merke es jetzt auch bei meinen Gleichaltrigen, dass Menschen noch nicht mal richtig wissen, was gerade in der Politik abgeht. Deswegen fände ich es einerseits gut, wenn mehr junge Menschen sich engagieren würden und dadurch halt mehr politischer Druck entstehen würde.“
Mehr Engagement bei jungen Menschen
Mehr politischen Druck, Klimagerechtigkeit und eine Zukunft für neue Generationen sichern, diese Schlagworte fallen immer wieder im Gespräch mit dem jungen Mainzer. Hasan arbeitet bei „Fridays for Future“ sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene mit und engagiert sich bei der „Seebrücke“, einer Organisation, die sich für Menschen auf der Flucht einsetzt. Er investiert zwei bis sieben Stunden pro Tag, sagt er selbst. Der letzte Auslöser dazu kam vor einem halben Jahr durch ein Video auf YouTube.
„Hauptsächlich das erste Rezo-Video zur CDU. Ich hatte mich damals schon mit Politik beschäftigt. Ich war auch interessiert, aber ich wusste nicht, dass Dinge in dem Ausmaß passieren, wie die passiert sind. Damals hatte ich einen kleinen Aktivismus in der Schule betrieben. Ich habe das Video auch meinem Lehrer gezeigt und dann wurde das im Ethik-Unterricht abgespielt.“
Seitdem hat Hasan sein Engagement ausgebaut und will weitermachen. Er sagt, er wolle seine Kapazitäten für etwas Sinnvolles nutzen. Und dabei wünscht er sich eins besonders für die Zukunft: „Mehr Empathie in der Politik.“
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