Die Message von Ramadan, dem heiligen Monat, ist ja vermehrt auch Gutes zu tun und es freut mich total, das auch nach außen tragen zu dürfen und es auch anderen Kulturen zu zeigen.
Mit einem Flyer fing alles an: Mina und Joudi, zwei Freundinnen, luden zum Ramadan-Dinner ein. Die 39- und die 27-Jährige wollten ihren Glauben mit anderen Menschen teilen und einen Raum für Begegnungen schaffen. Jeder war willkommen, unabhängig vom Glauben und der Herkunft. Joudi erzählt:
„Ich habe vorher schon gedacht, ob das eine gute Idee ist. Gerade in der heutigen Zeit – und dann waren wir knapp 30 Leute. Dieses Feedback zu bekommen, das berührt mein Herz. Und die Besucher waren echt so unterschiedlich. Ich habe mich total gefreut, dass wirklich jeder aus jeder Herkunft hergekommen ist. Aus der Nachbarschaft und auch von weiter her.“
Alle Besucher brachten ihre persönliche Lieblingsspeise zum Buffet mit und im Nebenraum war für eine ruhige Atmosphäre zum Beten gesorgt. Für Zeyneb, die 2017 aus Marokko nach Deutschland kam und seitdem hier lebt, eine besondere Freude:
Ich mache jedes Jahr Ramadan, aber ich habe hier keine Familie und bin beim Fastenbrechen alleine.
Zwar könne sie über Videoanrufe gemeinsam mit ihrer Familie in Marokko beim Fastenbrechen „am Tisch sitzen“, aber die Gemeinschaft beim gemeinsamen Abendessen sei anders, etwas sehr Besonderes.
Für Ingrid (71) und Friedrich (72) war es ihr erstes Fastenbrechen. Sie wohnen gemeinsam mit Joudi in einem Mehrgenerationenhaus: „Wir sind in unserer Gemeinschaft sehr international mit verschiedenen Religionen und so haben wir uns sehr gefreut, ein Fastenbrechen mitzumachen. Das haben wir bisher noch nie“, erzählt Friedrich. Auch Ingrid ist begeistert: „Ich hoffe, das wird wieder gemacht!“
Eine Wiederholung planen Mina und Joudi definitiv:
Die Rückmeldung bei allen ist ja: Macht das bitte wieder. Also liebevoll gesagt, bleibt uns ja fast gar nichts anderes mehr übrig.
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