Einer Stammkundin schneidet Karlheinz schon seit 52 Jahren die Haare – und zwar ziemlich kurz, was in den 1970ern für Frauen noch die Ausnahme war. „Sie trägt das seit 52 Jahren ohne Farbe, hat alles so gelassen. Und ich glaube, sie ist noch immer ganz zufrieden mit den kurzen Haaren“, erzählt Karlheinz und Margit stimmt ihm zu. Sie hat die mutige Entscheidung damals nicht bereut.
Und auch für Karlheinz hat es sich gelohnt, Margit ihren Wunsch zu erfüllen: Viele fragen sie, wo sie sich die Haare schneiden lässt und schnell spricht sich herum: „Bei dem ‚Verwahrlosten‘, haben die Leute über mich gesagt, denn ich hatte noch längere Haare und so eine Matte im Gesicht“, berichtet Karlheinz lachend und zeigt auf ein Foto von sich mit Vollbart.
Karlheinz ist Friseur aus Leidenschaft
Für Karlheinz war es immer wichtig, dass er sich weiterentwickelt und neues lernt. Deshalb hat er sich im Ausland fortgebildet und neue Ansätze mit nach Deutschland gebracht.
Nur durch den Ehrgeiz und sich bisschen quälen, am Wochenende und abends zu schaffen, hat man sich Stammkunden geschaffen.
Familienbetrieb gibt es schon seit 100 Jahren
Der Familienbetrieb ist mittlerweile 100 Jahre alt. Der erste Friseurstuhl, eigentlich ein Zahnarztstuhl aus dem Jahr 1983, steht immer noch präsent im heutigen Friseursalon. Karlheinz ist noch hin und wieder für ausgewählte Stammkunden wie Margit da, während das Familienunternehmen sein Sohn Christian übernommen hat.
Es macht mir viel Spaß, aber wir brauchen Nachwuchs, auch von außen. Sonst stehen wir noch mit 90 Jahren hier.
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